Ensemble DRAj – Ale Shvestern

Image: 1563846 Das Ensemble DRAj wurde als einzige deutsche Gruppe zum "International Yewish Music Festival Amsterdam" (NL), zum Festival "sonn del Arie" in Spanien und zum finnischen Festival "Sata-Häme Soi" eingeladen. Hier und in Deutschland begeistert die Musikalität des Trios das Publikum. Denn das traditionelle jiddische Lied bekommt durch die Arrangements des Ensembles eine neue Farbe und aktuelle Dynamik. Mit "Ale Svhestern" veröffentlich das Trio nun bei Laika-Records sein zweites Album.

"Alle Menschen werden Schwestern"? Das engagierte Titellied "Ale Brider" prägt ein patriarchalischer Sprachgebrauch. Im CD-Titel "Ale Shvestern" hallt ein Korrektiv mit, vor allem aber drückt es den thematischen roten Faden dieser CD aus: das Leben jüdischer Frauen in Osteuropa. Vergangene Bilderwelten flackern auf,Zeitzeichen aus dem Shtetl, aus den Elendsquartieren. Die ungeheure Not und eine jüdische Geschichte von Vertreibung sind der Nährboden für die kraftvolle Hoffnung, die sich in den engagierten Liedern und in ausgiebigen Hochzeitsfeiern Luft machte. Die Musik der jüdischen Spielleute (Klezmer) erlebte in Deutschland in den 1990er Jahren eine kaum glaubliche Wiederbelebung. Sie belegen und beleben die spielfreudigen Hoch-Zeiten, die rauschenden Feiern der Ostjuden. Den Alltag bildet eher das wortreiche jiddische Lied ab, dem sich das "Ensemble DRAj" widmet. Die Lieder beleuchten die oft nur marginal wahrgenommene Lebenswelt der Ostjuden. Wie der jiddische Humor dienen auch die Lieder als ausdrückliches Ventil, um auf diesen alltäglichen Druck zu antworten, dieses Leben nicht zu verklären, sondern es zu thematisieren und der Sehnsucht nach besseren Zeiten einen Raum zu geben. Die Musik des Ensembles nimmt sich die Freiheit der Interpretation und die Freiheit der Improvisation durch die drei weitgehend solistischen Stimmen von Cello, Akkordeon und Gesang, die sich zu einem eigenwilligen Zusammenklang verbinden…. Diese CD ist ein kleiner, markanter Ziegel von der fortwährenden Baustelle einer vitalen jüdischen Musikkultur".

Birger Gesthuisen, WDR Erhältlich ab 06.05.2011
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