Hulk Hodn & Hubert Daviz – Kaseta

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Hulk Hodn und Hubert Daviz sind keine unbekannten in der florierenden Beatmaker / Producer Landschaft.
Als Produzent und DJ stellte Hulk Hodn an der Seite von Retrogott mit Ihrer Gruppe Huss und Hodn 2007 die Weichen im deutschen HipHop neu. Die auf „entbs“ veröffentlichten Alben „jetzt schaemst du dich“ und „Der Stoff, aus dem die Regenschirme sind“ sind rückblickend als Meilensteine zu bezeichnen, da sie quasi ein neues Deutschrap Subgenre schufen in das sich in den darauffolgenden Jahren unzählige von Huss und Hodn inspirierte Künstler einfügten …
Hubert Daviz produzierte bereits auf der Retrogott und Hulk Hodn-„Zitate“-EP und veröffentlichte später sein vielbeachtetes Instrumental Debut „Proceduri di Rutina“

WAS:

Zusammen schufen die beiden Freunde nun ein Stück Musik mit dem Namen „kaseta“. Ein instrumentales Erlebnis über 23 Tracks, bei dem es in jeder Ecke drückt, raschelt, zischt und pumpt. Von hypnotisierend monotonen, klar umrissenen Boom-Bap HipHop Patterns, bis zu elaborierten, vielschichtigen Soundcollagen ist hier alles finden....

Julian Gupta (Chefredakteur splash! Magazin / Editor melt! & Intro) schreibt zum Album:

„Als Journalist soll man ja neutral sein. Aber manchmal geht das nicht. Im Fall von „Kaseta“ zum Beispiel. Ich habe dieses Instrumental-Album so häufig gehört wie kaum ein anderes und weiß immer noch nicht wie ich meinen Gesamteindruck in Worte fassen soll. Und ja, ich bin mir bewusst, dass das Klischee des sprachlosen Journalisten schon oft bemüht wurde. Aber Neutralität wird hier trotzdem nicht funktionieren. So viel ist klar. Beim ersten „Kaseta“-Hören, entdeckt man hier und da eine Melodie, einen Groove aber mich nahm die Platte erst im Laufe der Zeit mit, als ich begann, die vielen Details zu entdecken, die in den Stücken versteckt sind. „Kaseta“ spiegelt in dieser Hinsicht vielleicht ganz gut die beteiligten Produzenten wieder. Im ersten Augenblick sind sie eher zurückhaltend, aber der Eindruck täuscht.
Es beginnt mit einem hypnotischen Pianoloop in „ueberego“ und lässt einen kaum mehr los. Die unaufdringlichen Bläser fallen einem erst beim zweiten oder gar dritten Hören richtig auf. Hubert Daviz legt mit „Cash & Cream“ nach und auch wenn es zwischen den Tunes einen stilistischen Bruch gibt, fügen sie sich eben doch in ein ästhetisches Soundbild. Diese LP ist ohnehin stilistisch ungeheuer stringent und eben trotzdem variationsreich. Das klingt nach einer Quadratur des Kreises, aber wer „one4suff“ und im Anschluss „red light backyard“ gehört hat, weiß wovon ich rede. „Kaseta“ ist ein unaufgeregtes, angenehmes Album, das sich nicht aufdrängt. Das hat es auch gar nicht nötig. Natürlich kann man an der Oberfläche kratzen und die Platte im Hintergrund laufen lassen, aber wer sich auf diese LP einlässt und sich die Musik wirklich anhört, wird einen eigenen musikalischen Mikrokosmos irgendwo zwischen Barbarossaplatz und 5 Boroughs entdecken. Danke dafür.“

Türöffner: „one4puetz“, „aalto“

WIE:

Geplant war dieses Projekt - wie man dem finalen Titel Kaseta entnehmen kann - als reines Beattape. Die Qualität des Materials überzeugte im laufenden Prozess der Entstehung aber dermaßen, dass „entbs“ sich entschloss dieses Projekt angemessen als aufwändiges Doppelalbum zu veröffentlichen.
Um den ursprünglich zu Grunde liegenden Tape-Gedanken zu erhalten und fortzuführen, entschied sich das Label „entbs“ die Master so weit wie möglich analog zu erstellen.
So wurde anstatt der heute üblichen Verwendung von CD-R´s und digitalen Datensätzen, das Master auf einer Masterbandmaschine auf analogen ¼-Zoll Bändern erstellt. Von diesen Masterbändern erfolgte als letzter Schritt der zur Vinylverfältigung nötige Folienschnitt ebenfalls auf rein analoger Ebene. Dies war nur mit Hilfe unsere Kollegen bei SST Brüggemann möglich, die als eines der wenigen letzten Masteringstudios über die dafür nötigen Bandmaschinen mit zusätzlichen Reproköpfen verfügen.

...vinyl is alive...and so is tape... Erhältlich ab 21.10.2011

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