Still Flyin’ – On A Bedroom Wall

Image: 1571151 Das sollen Still Flyin sein? Das soll diese Band sein, die damals auf Ihrem Debüt die Indie-Welt mit einem charmant-kruden Mix aus Pavement, Rocksteady und New Romantic verwirrte? Das klingt ja wie Scritti Politti! Oder Prefab Sprout. Oder frühe Tears For Fears... Und der Bass? Der klingt wie New Order! WOW! Seit der ersten Zoot Woman, nein, dem Les Rhythmes Digitales-Album "Darkdancer" haben wir kein Album mehr gehört, das dermaßen 80er-Retro und JETZT! zur gleichen Zeit ist. Denn die musikalische Landkarte hat sich in Raum und Zeit scheinbar komplett verschoben: Aus der Stadt, über die einst Scott McKenzie "San Francisco (Be sure to wear some flowers in your hair)" sang, kommt nun also im Jahre 2012 eine Band, die fast so klingt wie aus Leeds, Newcastle-upon-Tyne oder Manchester 1982 ... Aber hey: Die klingen gar nicht nur britisch. Die klingen auch Deutsch. Wie eine spitzen Conny Plank-Produktion. Hat nicht der mal ein Eurythmics-Album produziert? Oder Ultravox? Egal, dieses Album hat ein gewisser Haima Marriott von der Gruppe Architecture In Helsinki produziert. Aber reden wir nicht nur über Sound, reden wir auch über Songs, denn was nützt einem die glamouröseste Oberfläche, wenn nichts darin glänzen kann?! Wie ein schicker Anzug ohne Gesicht. Bandleader Sean Rawls Songwriting-Künste darf man, auch was seine eklektizistische Artenvielfalt angeht, irgendwo zwischen David Byrne, Stephen Malkmus und den gefürchteten Ween-Brüder einorden! Und bei aller Versponnenheit geht es ihm in seiner Musik immer um den unbedingten Willen zur Melodieführung! Das zelebriert er dann auch manchmal mit mehreren Dutzend MusikerInnen auf der Bühne. Erhältlich ab 18.05.2012

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