Callejon – Blitzkreuz

Image: 1573672 Dass sich mancher, der zum ersten Mal vom "Blitzkreuz" getroffen wird, in den ersten Schrecksekunden an Rammstein erinnert fühlt, hat weniger mit der unglaublichen Wucht zu tun, mit welcher der Opener des vierten Callejon-Albums einschlägt, sondern in erster Linie damit, dass die Kombination aus harten Gitarren und deutschen Texten fast zwangsläufig Assoziationen zu Rammstein hervorruft - schließlich sind diese die international erfolgreichste Band Deutschlands. Doch selbst wenn man danach schnell erkennt, dass es zwischen beiden Bands nur wenige musikalische Parallelen gibt, so ist es vielleicht gar nicht so falsch, sie miteinander zu vergleichen: So international, so groß wie auf "Blitzkreuz" klangen Callejon jedenfalls noch nie. Das liegt zum einen an Starproduzent Colin Richardson (As I Lay Dying, Bullet For My Valentine, Machine Head, Slipknot ...), der das Album gemischt hat, zum anderen an Grammy-Gewinner Ted Jensen, der das Mastering übernahm und auch schon mit Green Day, Pantera oder den Deftones gearbeitet hat - um wirklich nur ein paar der Bands zu nennen. Es ist ein Album, das nur eine Band schreiben kann, die langsam im subkulturellen Underground gewachsen und immer noch dort verwurzelt ist. In den vergangenen zehn Jahren haben sich Callejon aus dem Holz der Metalcore-Schublade ihren ganz eigenen Schrank gezimmert. Und der ist so geräumig, dass darin nicht nur ausladende, dramatische Refrains und Riffs, die vor Energie schier bersten, ganz bequem Platz haben, sondern beispielsweise auch die Rapper von K.I.Z., Mille von Kreator und Sebastian von Madsen. Erhältlich ab 15.06.2012

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