Landy – Do Bin I Dahoam

Image: 1575982 Landy is do dahoam, in München - allerdings entspricht er nicht ganz dem Bild, das man sich gemeinhin von einem Bewohner der weiß-blauen Metropole so macht: Schottenrock statt Lederhose, geflochtenes "Chinesenbärtchen" statt Trachtler-Vollbart - und ja der ist echt. Nicht nur deshalb ist der geborene Landshuter, der mit Frau und Tochter seit mehr als zwanzig Jahren in München lebt und als Vollblut-Musiker die Underground-Szene genauso aufmischt wie Oktoberfestzelte in Asien, bekannt wie der sprichwörtliche wuide Hund: Der bayerische Rundfunk verpflichtete ihn für seine "Do bin I dahoam"-Teaser-Kampagne. Für seine Single "Do bin I dahoam" erinnert sich Landy daran, wie er vor zwanzig Jahren aufmachte, um die manchmal recht grantige "Weltstadt mit Herz" zu erobern. Doch obwohl bierzelttauglich, ist das Stück keine volkstümliche Nostalgie-Schmonzette, sondern setzt auf krachende Gitarren (Landy), treibenden Rhythmus (Andy Hiermeyer) und frechen Text, den er übrigens zusammen mit Ecco Meineke (Lach- und Schießgesellschaft, Ecco DiLorenzo) geschrieben hat: Schließlich hat Landy als Frontman der berüchtigten Isarpunker Ramonas durchaus einen Ruf zu verteidigen. Doch weil bei aller Bayern-Gemütlichkeit immer auch ein bisschen Wehmut mitschwingt - nicht umsonst sagt er ebenso berüchtigte Poet Franz Dobler "Heimat is do, wo I mi aufhäng" - gibt es den Song auch in einer Country-Version, irgendwo zwischen dem Michael-Schorrs "Schultze Gets The Blues" und der filmischen Johnny-Cash-Biografie "Walk The Line". Dahoam ist hier, überall, nirgends, oder "nicht anwendbar". In "Do bin I dahoam", aber kann man all das spüren. Erhältlich ab 14.09.2012

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