Uncle Ho – The Manufacture Of Madness

Image: 1580640 1996 erscheint auf dem Wuppertaler Indie-Label Subway Records (heute Cargo) das Debütalbum von Uncle Ho. Ende 1997 wird die zweite Platte bei Subway veröffentlicht. Uncle Ho touren sich fast besinnungslos durch Europa, die Spielfreude der Band kennt keine Grenzen. In Malaysia erscheint ihr Album als Kassette. Und sie werden alles los: Ihr Geld, ihr Management, ihre Plattenfirma. Ein Jahr später geht's nach Amerika, sie stehen mit Bands wie Chemical Brothers, Run DMC und Bush auf einer Bühne. Doch dann geht ihr US-Label Pleite. Trotzdem gibt es einen Lohn für all die Energie, sie unterschreiben in Deutschland bei Columbia Records. Uncle Ho sind eine Viva Zwei-Band und ihr neues Album erreicht #79 der Longplay-Charts, die Platzierung stand damals noch für fünfstellige Plattenverkäufe. Trotz all der Euphorie entwickeln Uncle Ho 2002 ein Selbstzerstörungskonzept - sie versprechen die Auflösung der Band nach einer letzten CD und zitieren William Carlos Williams: "However hopeless it may seem, we have no other choice: We must go back to the beginning, it must all be done over, everything that is must be destroyed." Vor diesem Hintergrund nehmen Uncle Ho ihre vorläufig letzte Platte auf (Everything Must Be Destroyed, Sony Music 2003), gehen auf Tournee und sehen gelassen dem Verfall zu, dem ihre Plattenfirma anheimfällt. Die Spex findet die Band endlich gut bevor sich auch diese Zeitschrift selbst zerstört. Und die Band stirbt in den Armen ihrer Stadt den Liebestod. 2011 spielen Uncle Ho im ausverkauften Wuppertaler Haus der Jugend ihr erstes Konzert seit 8 langen Jahren. Mit Thorsten Sala haben Björn und Julian Uncle Ho um einen der besten Gitarristen Deutschlands bereichert. Björn und Thorsten kennen sich als Musiker der Bands von Bosse und Henrik Freischlader und feierten mit diesen Bands zeitgleich Top 20-Erfolge.

Aufgenommen und produziert wurde "The Manufacture Of Madness" an mehreren Wochenenden im Jahr 2012 im Blacksheep Studio (Düsseldorf) vom Produzententeam Jem und Oliver Gregor. Die erste Vorabsingle "Terror Takes Shape", die wie zwei weitere Albumtracks von Andi Herr aufgenommen wurden, erschien bereits Ende 2012. Die Aufnahmen sind sehr roh. Ganz im Sinne des von der Band und dem Produzententeam bewunderten Steve Albini wurden die Basics live eingespielt und nicht (!) nachträglich editiert. Ebenso wurde (bis auf eine Ausnahme) auf Clicktracks verzichtet. Die Band und die Produzenten sind der Ansicht, dass die Mehrzahl der modernen Produktionen genau jene Energie verloren haben, die "The Manufacture Of Madness" auszeichnet: Wüst, ungestüm und schmutzig - die Platte ist ein Monster, kontrolliert von dem Feeling und dem Groove der Musiker! Das Album weckt Erinnerungen an die Zeit, als Sub Pop-Katalognummern noch zweistellig waren.
Erhältlich ab 17.05.2013
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