Forgotten Sunrise – Cretinism

Image: 1580912 Wann habt ihr das letzte Mal etwas wirklich Originelles aus der Dark Electro-Szene gehört? Schon eine Weile her? Auftritt Forgotten Sunrise! Auf "Cretinism" erschaffen die estnischen Freidenker ein ureigenes Klanguniversum: Einen so faszinierenden, wie fantasievollen Trip in unerforschtes Neuland, der ein wenig wie ein bedrohlicher aber unglaublich fesselnder Bastard von David Lynch, Kirlian Camera, Deine Lakaien, Dead Can Dance und The Prodigy klingt, welcher in unregelmäßigen Abständen von aggressiven Harsh-Electro-Einsprengseln mit markerschütternden Death Growls durchschnitten wird. So kann ein Song, der als dunkel angehauchte Synth-Pop-Nummer beginnt, sich schon im nächsten Moment in einen ungebremsten Absturz in ungezügelte Aggresion verwandeln, während sich Martial- und Neofolk-Einflüsse mit harten, elektronischen Club-Sounds und Soundtrack-artigen Klangkulissen abwechseln. Dass am Ende alle diese verschiedenartigen, musikalischen Einflüsse wie Puzzleteile zu einem kohärenten Ganzen zusammenfallen, macht diesen faszinierenden "Mindfuck" um so fesselnder. "Cretinism" mag sich zuerst wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen, packt den Hörer dann aber mit fester Hand, um ihn tiefer und tiefer in sein dunkles Paralleluniversum herabzuziehen: Eine intelligente Dark-Electro-Variante, getragen von einer charismatischen Stimme, eingebettet in ein einfallsreiches, kreatives Sounddesign, mit einer stark antireligiös geprägten Aussage in brillanten Texten, die ungefähr so weit von den typischen Serienmörder- und Horrorklischees entfernt sind, wie man es sich nur vorstellen kann. Religion = Blasphemie. Mit Mark "Holocausto" Laiho, von der legendären Black-Metal-Band Beherit, der mit seinen ultra-brutalen Growls im Song "... dots" einen faszinierenden Kontrast zu den in Klarstimme singenden Anders Melts und Gerty Villo setzt, kann "Cretinism" auch noch mit einem prominenten Gaststar aufwarten, der von seinem ersten Ausflug in elektronische Gefilde nach eigener Aussage ganz begeistert ist. Vielschichtig, oftmals surreal und manchmal auf schockierende Weise brutal, schaffen es Forgotten Sunrise zu fesseln, aufzurütteln und ein enormes Suchtpotential zu entfalten. Uneasy Listening ... oder, um es mit den Worten der Band zu sagen: "Negative Musik für positive Resultate!" Erhältlich ab 17.05.2013
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