Gregor Schwellenbach – Schwellenbach Spielt 20 Jahre Kompakt

Image: 1580303 Gregor Schwellenbach ist als Komponist von Bühnen-, Film- und Fernsehmusik, als Sounddesigner, Dirigent, Pianist und Kontrabassist ein extrem vielseitiger Musiker. Für sein aktuelles Projekt spielt er synthetisch erzeugte Techno- und Ambientstücke aus dem reichhaltigen Katalog des in Köln ansässigen, international erfolgreichen Labels Kompakt mit akustischen Instrumenten neu ein und legt die musikalische Essenz von elektronischen Arrangements frei, die so zum ersten Mal eine Notation erfahren. Der Herr über 1000 Instrumente hat eine populär-experimentale Expertise zum Kompakt'schen Repertoire erstellt und einige der sich dort zahlreich verbergenden elektronischen Evergreens radikal umgetopft. Nicht nur Liebhaber der musikalischen Synthese dürften sich verwundert die Ohren reiben, wenn landein, landaus eifrigst betanzte Technokracher wie etwa Voigt & Voigts "Vision 03" oder Mayer/Voigts "Unter Null" plötzlich als melancholische, beatbefreite Piano-Miniaturen das Frequenzspektrum umgarnen. Zum Projekt "Gregor Schwellenbach spielt 20 Jahre Kompakt" gehören neben den Konzerten auch die Veröffentlichung des neu arrangierten Materials auf Vinyl und CD.

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In 20 Jahren KOMPAKT ist so ziemlich niemandem langweilig geworden, stets wusste das Kölsche Label seinen Platz zwischen den Stühlen geographisch wie stilistisch zu behaupten. Das verdanken wir all jenen großartigen - und vor allem äußerst unterschiedlichen - Künstlern, welche ihren Weg in zwei aufregenden, manchmal aufreibenden, immer inspirierenden Dekaden zu uns gefunden haben. Aus dem Grenzland zwischem gefühltem Pop und fröhlicher Wissenschaft stößt nun auch der Kölner Multi-Instrumentalist GREGOR SCHWELLENBACH hinzu, der 20 Label-Klassiker aus dem Tanzgestein herausgelöst und sie unter kammermusikalischen Bedingungen neu eingespielt hat.

Die raffinierten Arrangements, die der studierte Komponist GREGOR SCHWELLENBACH für alles schreibt, was klingen kann, schmückten bis dato vor allem die Theater-, Film-, Funk- und Fernsehlandschaft. Nun hat der Herr über 1000 Instrumente eine populär-experimentale Expertise zum KOMPAKT'schen Repertoire erstellt und einige der sich dort zahlreich verbergenden elektronischen Evergreens radikal umgetopft. Nicht nur Liebhaber der musikalischen Synthese dürften sich verwundert die Ohren reiben, wenn landein, landaus eifrigst betanzte Technokracher wie etwa Voigt & Voigt's "Vision 03" oder Mayer/Voigt's "Unter Null" plötzlich als melancholische, beatbefreite Piano-Miniaturen das Frequenzspektrum umgarnen.

Dabei gehen dem Multitalent ebenso versierte Gastmusiker zur Hand, die ihre Persönlichkeit und Virtuosität in den Dienst der etwas anderen Sache stellen:
Mit Star-Flötistin DOROTHEE OBERLINGER etwa ist regelrechter Klassik-Adel vertreten, aber auch der Gitarrist CHRISTIAN BUCK oder die Harfespielerin JANE BERTHE sind anerkannte Größen ihres jeweiligen Gebietes und sonst zu hören als begnadete Interpreten von Steve Reich oder Claude Debussy. Von Instrumentenseite wird ebenfalls Verblüffendes vermeldet, z.B. die Verwendung eines seltenen DDR-Tasteninstruments namens "Weltmeister Basset" für Kaito's "Everlasting", das hypnotische Raunen eines alten Studio-Harmoniums auf Closer Musik's "One Two Three (No Gravity)" und die epische Wucht des im Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum befindlichen Gamelanorchesters "Kyai Sangu", welches für Voigt & Voigt's "Gong Audio" zum Einsatz kam.

Kompakt's Waffe der Wahl war zumeist die gerade Bassdrum, ihre minimalistische Schönheit unsere Dialektik. Doch strenge Diskurshüter eines imaginierten Grals, das wollten wir nie sein und das hat auch Gregor erkannt, der jedem der ausgewählten Track eine neue Stimme gibt, um neue Geschichten erzählen zu können. So stellt er mit überraschend umformulierten Akustikversionen, etwa von Jürgen Paapes "Triumph" (für präpariertes Klavier), Justus Köhnckes "Was Ist Musik" (für Streichquartett) oder Closer Musik's "Maria" (für Klavier) gewagte Behauptungen auf, zieht unerwartete Schlüsse und schafft es doch jedes Mal wieder des Pudels ursprünglichen Kern - die Melodie, die Hookline, das Gefühl - in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Erhältlich ab 24.05.2013

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