John Tejada – Somewhere

Image: 1581221 Beim letztjährigen Albumerfolg "The Predicting Machine" fand man den musikalischen Vordenker und produzierenden Halbgott John Tejada mit dem Kopf tief im Equipment vor. Inmitten einer Überfülle von Synthesizer-Modulen hockend, wühlte sich der in L.A. ansässige Klangmagier bis zu den geheimsten Schaltkreisen seiner Maschinen vor und gab Laborratten wie Tanzflurschleichen einen Grund zur abendfüllenden Rotation. Jetzt kehrt der Strippenzieher mit "Somewhere" zurück, einem Doppelheadliner zum Mundhalten und Tanzen.


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In direkter Nachbarschaft zu Traditionskrachern wie "Mono On Mono", "Timebomb" und insbesondere "Mind Bend" (mit Justin Maxwell) schickt A-Seite SOMEWHERE seinen Robo-Schnüffler ins Rennen um den Geist in der Maschine zu jagen: "Ich bin mir nicht wirklich sicher, wo es herkommt", sagt die Stimme, aber es "muß ja von irgendwo sein". Nichtsdestotrotz entwickelt sich das, was als so harmlose Aufklärungsmission begann, schnell zu einer genüßlich pumpenden, aber potentiell club-verwüstenden Angelegenheit, voll ausgestattet mit rasiermesserscharfer Percussion und handgeschliffenen Hooklines, weiß dieses Biest von einem Track nämlich ganz genau, wo der auswärts feiernde Barthel seinen Tanzmost holt.

Die gleiche Qualitätsproduktion findet sich auch bei ELSEWHERE, einem wohltemperierten Wohlfühl-Brecher, der seinen massiven Bass am liebsten mitten im Fadenkreuz versteckt. Ein Quantum zurückhaltender agierend als der Kollege, schöpft die B-Seite aus der Kraft von Sonnenuntergängen und Wellenschlägen, verweigert jedoch die Entgegennahme von Gefangenen: ein solides Fundament aus drängenden Kickdrums und brutzelnden Hi-Hats erlaubt eine entschiedene Haltung angesichts der hungrigen Meute. Einmal mehr langt JOHN TEJADA nach und liefert hochwertigstes Zutaten für den täglichen Tanzalarm, mit einer mächtigen 12", die man nur mit einer Wurmkur wieder aus den Ohren bekommt. Sei Elektrizität, mein Freund! Erhältlich ab 31.05.2013

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