Soulsavers – It’s Not How Far You Fall, It’s The Way

Image: 1583134 TripHopper mit dem Hang zur Düsternis treffen auf einen Sänger, dessen Stationen nicht nur Queens Of The Stone Age, Screeming Trees oder Isobel Campbell heißen, sondern auch Drogen, Alkohol, Entzug, Albträume und Psychiater beinhalten. Digitalität trifft also auf Analogie. Die musikalische Zusammenarbeit des öffentlichkeitsscheuen britischen Elektronik-Duos Soulsavers mit dem amerikanischen Brummbär Mark Lanegan bringt mit It’s Not How Far You Fall, It’s The Way You Land ein packendes Album hervor. Gerade Lanegans sonore Stimme verleiht den bedrohlichen, klaustrophobischen, schleppenden Sounds eine immense Intensität - eine Schönheit, die kaum zu ertragen ist. Sie bildet wie in dem von klaren Piano-Klängen dominierten „Kingdoms Of Rain“ immer wieder ein veredelndes Pendant, sie haucht den von Portishead inspirierten, computer-generierten Klängen von „Paper Money“ Leben ein. Sämtliche Sollbruchstellen verschwinden einfach, wenn Lanegan - dem Bands wie Clouddead, MF Doom oder Prefuse 73 geläufig sind - die in England vorproduzierten Tracks mit seinen Texten komplettiert. Die fast schon zärtliche Verschmelzung macht auch nicht vor den drei eindrucksvollen Cover-Versionen „Spiritual“ (Josh Haden von den aufgelösten Spain), das im Duett mit Will Oldham gesungene „Through My Sails“ (von Neil Youngs Zuma) und „No Expectations“ (zu finden auf Beggars Banquet der Stones) halt. Musik, entstanden in der Nacht, wenn Dämonen einen plagen. Musik, die am Tage weggeschlossen gehört.. Erhältlich ab 26.07.2013

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