Daniel Bortz – Patchwork Memories (Suol)

Daniel BortzWie oft wurde von Longplay-Produktionen schon behauptet, sie taugten im Club genau so viel wie unter Kopfhörern. “Patchwork Memories”, das Debütalbum von Daniel Bortz auf Suol, dürfte da sämtliche Testläufe mit Bestnote bestehen. Es beginnt mit “Alone At Home”, dessen versunkener Downtempo-Vibe beinahe noch eindeutiger von seinen Entstehungsbedingungen erzählt als sein Titel. Hier schon gleich das schwere Mollpiano als untrügliches Markenzeichen. Es folgen unter anderem “Spend The Night” mit einem Vocal-Loop als augenblicklich greifende Endlos-Hook und dem im Laufe des Albums immer mal wieder in Erscheinung tretenden, bassig intonierenden Bortz am Mikrofon. “First Love”, in Zusammenarbeit mit der Sängerin Eva Gold, dessen an Goldfrapp oder Moloko erinnernder und Kick-verstärkter Disco-Vibe sich zum Pop-Höhepunkt des Albums aufschwingt. Oder “Satisfaction”, ein zurückgelehnter Stampfer mit jeder Menge Club-Coolness, “The Misery” feat. Nils Corßen als Melancholie über eine Liebe, die sich auf halbem Wege verliert oder das dezent Drum-rollende, Harfen-streichelnde Erinnerungsseufzen “Pictures”. Es endet schließlich in “Friends”, eine in Auslassungen knisternde Danksagung an all die Leute, die indirekt an diesem Album beteiligt waren. Weil sie die Erinnerung triggern. Weil sie da sind. Und bleiben.

www.suol.com

Tracklisting:

01. Alone At Home
02. Spend The Night
03. Monkey Biznizz
04. First Love feat. Eva Gold
05. Bright
06. Satisfaction
07. The Misery feat. Nils Corssen
08. In The Yard
09. Pictures
10. My Cats Won’t Let Me Sleep
11. Friends

Das Album Daniel BortzPatchwork Memories” (Suol) erscheint am 18.10.2013.

Getaggt mit: , ,