Cara – Horizon

Image: 1584110 Eine der international erfolgreichsten und beliebtesten Folk-Bands feiert Geburtstag: Cara wird 10! Doch statt eine 'Best-Of'-Compilation auf den Markt zu werfen und sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, veröffentlicht das dynamische Quintett aus Irland, Schottland und Deutschland lieber ein neues Album, dem der englische Begriff 'bold' (frech, gewagt, aber auch mutig, schwungvoll und verwegen) vielleicht am besten gerecht wird. "Horizon" ist ein unerschrockenes Statement, ein konsequenter Schritt nach vorne auf dem Weg der Band, die vom Überraschungserfolg zu einer der festen Größen unserer akustischen Musiklandschaft geworden ist.

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Eine der international erfolgreichsten und beliebtesten Folk-Bands feiert Geburtstag: CARA wird 10! Für andere Bands ein Grund eine Best-Of Compilation auf den Markt zu werfen und sich auf Ihren Lorbeeren auszuruhen. Nicht so für das dynamische Quintett aus Irland, Schottland und Deutschland – CARA legen ein neues Album vor, dem das englische ‘bold’ (frech, gewagt, aber auch mutig, schwungvoll und verwegen) vielleicht am besten gerecht wird.

Schon mit dem Titel machen CARA klar, wo sie sich ihre Grenzen stecken: “Horizon” heißt das neue Album, der erste Song beginnt mit den Worten: “Can we take flight, horizon wide as an ocean? / Can we hold fast, ‘til our dreams come true?” Für eine Band, die sich wie CARA aus der traditionellen Folkmusikszene Europas (mit Schwerpunkt Irland) entwickelt hat, und mehrfach mit Preisen wie z.B. dem Irish Music Award (Best New Irish Artist und Top Group) ausgezeichnet wurde ist es mutig, eine CD mit überwiegend
Eigenkompositionen zu veröffentlichen.

Verwegen, wie hier die Stile munter kombiniert werden bis der ganz eigenständige CARA-Sound herauskommt, der immer erkennbar bleibt und doch wandelbar und experimentierfreudig ist. Frech, wie Piper und siebenfacher All-Ireland-Champion Ryan Murphy sein Instrument, welche so sehr mit der traditionellen Musik Irlands verknüpft ist, hier neu definiert und an das spieltechnische Limit bringt! Gewagt, wie die Grenze zwischen Trad Music und Singer-Songwriter, zwischen Nu Folk und Acoustic Pop ausgelotet wird.
Und dennoch kommt die Musik so schwungvoll-unbekümmert daher, als wäre es das Natürlichste von der Welt gerade diese Musik in einer drei Nationen und zwei Generationen umspannenden Band zu spielen, die auf ihren Tourneen um die ganze Welt reist!

Beteiligt an “Horizon” sind Gründungsmitglieder Gudrun Walther (Gesang, Fiddle, diatonisches Akkordeon), Jürgen Treyz (Gitarren, Dobro, Gesang) und Rolf Wagels (Bodhrán), Ryan Murphy (Uilleann Pipes, Irish Concert Flute), mittlerweile seit dreieinhalb Jahren fester Bestandteil von CARA – sowie der ‘Neuzugang’ Kim Edgar (Gesang, Piano) – Singer-Songwriterin aus Edinburgh. Wirkungsvoll ergänzt wird die Band von ausgewählten Gastmusikern, die einzelnen Stücken Glanz verleihen: Henrik Mumm an Kontra-, E- und Fretless Bass, Frank Dapper und Herbert Wachter an den Drums und Sean Og Graham und Damian McKee (Beoga) am diatonischen Akkordeon. Der CARA Sound lebt vom Gesang der beiden charismatischen Lead-Sängerinnen. Expressiv
in ihren Soli und gänsehautverdächtig in ihrer Zweistimmigkeit stehen die beiden Frontfrauen hier im Zentrum der Produktion.

Der Opener “Take Flight” ist eine Gemeinschaftsproduktion und eine Ode an das Leben und die Möglichkeiten, die in uns allen schlummern. Musikalisch und inhaltlich ein echter Stimmungsaufheller, und titelgebend für das Album. “Blood, Ice and Ashes” zeigt, warum Kim Edgar in ihrer Heimat als “The Scottish Tori Amos” gepriesen wird. Der Song hat eine morbide Schönheit, die durch das wirkungsvolle vokale und instrumentale Arrangement unterstrichen wird. Gudrun Walthers Ballade “Snow Moon” wird getragen von der samtigen Stimme der CARA Frontfrau, Jürgen Treyz setzt Akzente auf der Dobro, und Pipes und Fiddle reiben sich wohlig aneinander, wie es sonst gerne E-Gitarren tun. “The Bonnie Lad” ist eine Neuvertonung eines Gedichts des schottischen Nationalpoeten Robert Burns, getragen von einem wunderbar schwerelosen Arrangement von Piano und Gitarre, die ihren Höhepunkt im Dobro-Solo erreicht. “Be Gone” stellt die Frage “Wenn Du Dein Leben noch einmal von vorne anfangen könntest,
würdest Du alles wieder genauso tun?” und kommt mit deutlichen Americana-Einflüssen daher. Hier übernimmt der Dudelsack effektvoll die Bläser-Licks über dem druckvollen Groove der Band. “Lord Gregory” ist auf Horizon das einzige traditionelle Lied – eine klassische, schottische Ballade voll großer Gefühle, böser Schwiegermütter und natürlich ohne Happy End. Das Arrangement von Jürgen Treyz anders als “episch” zu umschreiben würde diesem 7-Minuten Track nicht gerecht, und am Ende könnten Taschentücher vonnöten sein.

Bei den Instrumentalstücken zeigen die Musiker von CARA, was sie an ihren Instrumenten drauf haben, die Bandbreite reicht vom coolen, groovigen “Masters of Consequence” über das anspruchsvolle “Odd Rhythms” und die irisch-flotten “Big Jigs” bis hin zum schmeichelnden “Jakob’s Minuet”. Gitarre, Bodhrán und Piano bilden fein aufeinander abgestimmt und extrem ‘tight’ das Rückgrat der Band. “Keine überflüssigen Noten” lautet das Konzept, und in den dichten Arrangements gibt es viel zu entdecken, zum Beispiel im bestechenden Mittelteil von “Baby Steps to Whiskey”. Die Melodiefraktion bestehend aus Fiddle/Pipes und Flute/Akkordeon steht dem an ‘tightness’ allerdings in nichts nach.

Spielfreude pur, Variantenreichtum und bestechende Counterparts lassen die Stücke nie gleichförmig klingen. Darüber hinaus bekommt jeder Musiker die Gelegenheit, individuell zu überzeugen. Pipes und Gitarre liefern sich in “Masters of Consequence” ein E-Gitarren-Duell, das Piano übernimmt in “Odd Rhythms” die ungeradtaktige Führung, die Fiddle kommt kernig-irisch in “Big Jigs” daher und schmeichelnd sanft in “Jakob’s Minuet”, “Three Seasons” wird getragen von der Akustik-Gitarre und die Bodhrán liefert immer wieder überraschende Klangfarben und natürlich den Groove!

“Horizon” – ein unerschrockenes Statement, ein konsequenter Schritt nach vorne auf dem Weg der Band, die vom Überraschungserfolg zu einer der festen Größen unserer akustischen Musiklandschaft geworden ist. Erhältlich ab 04.10.2013
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