Scott H. Biram – Nothin’ But Blood

Image: 1587392 Ende Februar veröffentlicht Scott H. Biram sein bereits neuntes Album mit dem Titel 'Nothin' But Blood' bei Bloodshot Records. Scott H. Biram bezeichnet sich selbst als 'The Dirty Old One Man Band', das gleichnamige Album war 2005 das erste für Bloodshot Records. Mit dem neuen Album ist zwar immer noch seine erfrischende Respektlosigkeit erhalten geblieben, doch er ist auch ein wenig selbstreflektierter, die Songs noch ein wenig eindringlicher geworden. Dabei steht Blut hier als Synonym für die verschiedensten Dinge: Leben, Tod, Leiden, Unheil, Hingabe, Vermächtnis oder auch Versöhnung. Es geht also um alles - oder nichts. Genau so kompromisslos sind die musikalischen Stile, die Biram mal benutzt, um die Angst vor Sterblichkeit zu verdeutlichen oder aber Geschichten voller Nostalgie wie auch Witz zu erzählen. Wie beispielsweise das stürmische 'Only Whiskey', eine Art Black Flag trifft Son House, in dem er die Bedeutung von Monogamie mal eben neu definiert.
'Nothin' But Blood', aufgenommen in Birams eigenem Studio in seinem Haus in Austin und den Cacophony Studios, betont dabei wieder einmal sein ganz eigenständiges Songwriting, das mal im Metal zuhause ist ('Around The Bend'), dann seine Liebe für Punkrock verdeutlicht ('Only Whiskey') und auch tiefgründige Wahrheiten in akustischen Blues und Country verpackt ('Never Comin' Home'). Bei alledem ist Scott H. Biram ein wunderbarer Geschichtenerzähler, dem man gerne zuhört und der nunmal so gar nicht altmodisch dabei wirkt. Will man 'Nothin' But Blood' auf einen Satz zusammenfassen, dann ist dieses Album eine Geschichte über Fehlverhalten und Wiedergutmachung. Aber das alles auf eine unterhaltsame Art und Weise, ohne dabei an Tiefgründigkeit zu verlieren. Erhältlich ab 28.02.2014

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