John Tejada – We Can Pretend

Image: 1586708 Dort einsetzend, wo er mit "Somewhere" (Kompakt 264) aufgehört hat, verfolgt Kompakt-Schrauber und Modular-Hexenmeister John Tejada auch auf "We Can Pretend" seine Recherchen inmitten des zeitgenössischen Clubgewühls: das mondsüchtige Trackduo bringt soliden Wumms zum Einsatz, weiß jedoch ebenso gut mit den sensiblen Problemzonen des Tanzflurs umzugehen.


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Der LA-erprobte Produzent und DJ ist bestens bekannt für seine besondere, auf aufsehenerregenden Hochglanz polierte Herangehensweise an subtilen, dennoch muskulösen Techno - doch war es vor allem das letzte Album THE PREDICTING MACHINE (KOMPAKT 267 CD 102), welches JOHN TEJADA zum Anlaß nahm, tiefer als jemals zuvor in die Höhle des analog-modularen Löwen einzudringen. Das zutage geförderte Ergebnis war eine gewisse Roheit, die Johns komplexen Arrangements gut zu Gesicht stand und eine neue Ära in seinem Schaffen einläutete.

Dies ist deutlich zu hören auf dem Titeltrack von WE CAN PRETEND, wo federnde Percussion und einfache, nichtsdestotrotz meisterhaft sequenzierte Synthies das Landefeuer für KIMI RECORs schweifende Stimme entzünden. Es ist eine zeitlose, vor Pop-Reizen nur so überquellende Aufnahme - und als solche einer der vollendetsten Songs in JOHN TEJADAs Repertoire. Auf die griffige Wonne des Openers lässt er NOW WE'RE HERE folgen, eine direkte Fortsetzung des außergewöhnlichen Spoken-Word-Krachers SOMEWHERE. Derselbe Drang zur Situationsanalyse kann hier gefunden werden, akkurat porträtiert durch die knisternden Tiraden von MORGAN ALEXANDRE und eingebettet in verführerisch pumpende Beats. Erhältlich ab 24.01.2014
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