Dark Sky – Imagin

Image: 1590111 Trickreich und zartfühlend zugleich, klingt es wesentlich endorphin-geschwängerter als die bis jetzt veröffentlichten Singles. Das mag zunächst verwirrend sein, aber die Überraschung gelingt. Die Reise, die Dark Sky zurück gelegt haben, muss von extremem Musikkonsum begleitet gewesen sein. Das Album evoziert Bilder eines Erwachsenwerdens durch Sound. Vor allem eine musikalische Dekade hat Dark Sky beeinflusst, die 90er und all die vielen Musikrichtungen, die damals wiederentdeckt worden sind finden sich auch auf „Imagin“ wieder. Funk, Bossa Nova, eine ganze Menge Triphop, aber auch Post-Rock, Ambient, Balearic-House und 80ies Pop - alles geschüttelt und gerührt und in einem Post-Dubstep Cocktailglas serviert. Eiskalt selbstverständlich.

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Der Mix mit seinen cleveren Percussions, den mal mehr, mal weniger subtilen Marimbaklängen und den an James Blake erinnernden Vocals auf „Silent Fall“, der ersten Auskopplung, gelingt. Überhaupt gibt es überraschenderweise viele Vocals auf diesem Album. Oft finden sie sich eingebettet in radiotaugliche Songs, deren innere Spannung durch ihren langen Aufbau bis ans äusserste getrieben wird. Mit ihren Sci – fi synths und sich überlagenden Arpeggios bilden die Titel auf dieser Platte den perfekte Soundtrack für lange Autofahrten im Spätsommer. Aber auch wer nach clubbigen Tracks sucht ist mit „Imagin“ auf der sicheren Seite. „Odyssey“s darke, rollende Bassline erinnert an „Confunktion“, Dark Skys minimalen Über-Electro-Hit, gibt sich aber schillernder in seinem Space-Disko-Gewand mit euphorischen House Stabs. „Rainkist“ fängt als soulige Ballade an und endet mitten auf dem Dancefloor und kurz vor Schluss hält mit „Manuka“ endlich der Hiphop Einzug. Der fernöstlich inspirierte Groove erinnert an Truth Hurts' und Rakims grossen Hit, dessen Titel diesem Album sein Siegel verleiht : „Addictive“.
Erhältlich ab 29.08.2014
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