Blonde Redhead – Barragán

Image: 1590741 Ursprünglich 1993 als Quartett gegründet, bildete sich ab 1995 der Kern der Band, bestehend aus den beiden italienisch-kanadischen Brüdern Amadeo und Simone Pace sowie der japanischen Teilzeit-Kunststudentin Kazu Makino. Einen Namen hatten sie mit 'Blonde Redhead' schnell gefunden, den haben sie nämlich aus einem Song der Band DNA.
Der Sound von Blonde Redhead zeichnet sich seit jeher durch Post-No Wave und Art Noise aus und so verwundert es nicht, dass die ersten Alben bei Smells Like Records, dem Label von Sonic-Youth-Drumer Steve Shelley, erschienen sind.

Und auch nach 21 Jahren ist es offensichtlich, dass Blonde Redhead immer noch keine Platten machen, um berühmt und/oder reich zu werden oder ihren Idolen nachzuahmen.
Blonde Redhead machen diese Musik, weil sie müssen. Weil sie nicht anders können.

Dabei wird Barragán allerdings den lebhaftesten Longplayer der Band darstellen. Auf Album #9 gehen Blonde Redhead weiter ihren Weg und Barragán fügt sich hervorragend in die Diskographie der Band ein. Blonde Redhead enttäuschen die an sie gestellten Erwartungen nicht und lieferen gleichzeitig mit Barragán ihr stärkstes, dunkelstes, aber auch natürlichstes Werk ab. Dabei verlässt sich die Band weiterhin auf die Stimmen von Kazu und Amadeo, die wohl beiden individuellsten Stimmen der Independent-Szene. Diese Stimmen werden wie gewohnt von den flimmernden Sounds eines Analog-Keyboards getragen und unterstützt von Simone's off-skliter und verführerischen Drum-Rhythmen.
Die neuen Songs markieren die sinnlichsten, glücklichsten, aber auch schlichtesten Aufnahmen, die Blonde Redhead bisher aufgenommen haben. Sie zeigen uns nicht nur die gewohnte, sondern auch eine völlig neue Seite der drei Songwriter und machen Barragán damit wohl zum entscheidenden Album einer der wichtigstens Bands der New Yorker Musikszene der letzten 20 Jahre.
Erhältlich ab 05.09.2014

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