Schlammpeitziger – What’s Fruit

Image: 1592370 Jo Zimmermann alias Schlammpeitziger kommt auf „What's Fruit“ dem Tanzflur auf entspannte Weise näher als je zuvor.
Die in Perfektion verwobenen, immer vielschichtig sausenden Klangstrukturen des Elektro-Künstlers aus Köln reißen mit in den Beats und Melodien, und sind dabei immer so humorvoll, wie man es von Schlammpeitziger in den 22 Jahren seines künstlerischen Daseins kennt. Die verflixte Frage nach dem, was wir eigentlich
Früchte nennen oder das Mantra: „Schneid ein Stück aus der Zeit, näh daraus Dir ein Kleid, … das ist lässig und hat Schneid“ sind Messages, die ankommen, weil man dem Charme der Synth-Hooklines einfach erliegen muss.
Diese neue Schlammpeitziger-Disco entspringt einer Situation, die nicht gerade entspannte Kreativität verspricht: rund um Jo Zimmermanns „Auf dem Brett“ Home-Studio in Köln wurde letztes Jahr gebaut. Eingeigelt wie in einen Kokon aus brachialem Gebrumme, schreienden Sägen und pulsierendem Presslufthammer komponiert
Schlammpeitziger letztlich eine sehr entspannte Release mit der Frische und Unverfrorenheit eines Debütalbums aus acht runden Tracks. Im Gegensatz zu seinen früheren Platten, die ausschließlich mit Analogsynthesizern auskamen, produzierte Schlammpeitziger „What.s Fruit?“ zu 90% mit dem iPad, um sie dann gemeinsam mit
Stefan Mohr (ehemals „Workshop“) im Studio zu mischen.

Schlammpeitziger veröffentlicht mit „What.s Fruit?“ erstmals eine Platte außerhalb seiner Kölner Heimatlabels A-Musik und Sonig. Es zieht den Musiker, Zeichner und charismatischen Performancekünstler zu Pingipung Records aus Hamburg, wo er schon häufiger auch live zu Gast im Golden Pudel Club war.
Seit Jo Zimmermann 1992 die Kunstfigur Schlammpeitziger erschaffen hat, ist viel passiert. Depeche Mode, The Bionaut, Barbara Morgenstern oder Egoexpress forderten Remixe an, Schlammpeitziger wurde ein gefragter Gast auf internationalen Festivals, wie dem Experimentalclub in Madrid oder Sonic Acts in Amsterdam. Er veröffentlichte Alben und Singles bei A-Musik sowie Sonig und mit „Collected Simple Songs Of My Temporary Past“ erschien 2001 sogar eine Art Best-Of-Album auf den
feinen Labels Domino (UK), Thrill Jockey (USA) und Tokuma (Japan). Erhältlich ab 17.10.2014

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