The Waterboys – Modern Blues (2LP+180g+MP3+Bonustrack)

Image: 1593112 Bei den Aufnahmen in Nashville verdingte sich Bandleader Mike Scott selbst als Produzent. Auf „Modern Blues“ präsentieren The Waterboys neun leidenschaftliche Songs, die an die Glanzzeiten der Band erinnern und zugleich in neues Terrain vorstoßen.
Die Entscheidung das Album in den USA zu produzieren schlug sich vor allem im gerade zu protzigen Sound und Spirit nieder. „Die Leute sollten das Unerwartete von The Waterboys erwarten“, sagt Mike Scott mit einem Grinsen.

„Modern Blues“ ist ein elektrisches, eklektisches, gefühlvolles, kühnes und grandios lockeres Rock’n’Roll Album, welches in einem Moment erscheint, in dem die Relevanz und Popularität der Waterboys größer ist, als jemals zuvor. 2013 landete Ellie Goulding mit „How Long Will I Love You“ einen UK Top 3 Hit und Anfang des Jahres coverte Prince „The Whole of The Moon“ auf dem Klavier im Rahmen seiner „Hit + Run“ Show in London, während zeitgleich ein britischer „The Voice“-Finalist den gleichen Track auf BBC1 zur Primetime im TV performte. Der Track „A Pagan Place“ wurde zu einem essenziellen Teil der Liveshows von The War On Drugs. Darüber hinaus wurden verschiedene Songs der Waterboys für Filme wie About Time, Dom Hemingway oder What We Did On Our Holiday verwendet.

Scott ging mit der Intention ins Studio, jene spontane, treibende Energie zu mobilisieren, welche die besten Alben der Waterboys beflügelte. „Ich nahm mir vor, das Album live einzuspielen, um das Gefühl einer Live-Performance zu bekommen. Genauso haben wir damals Fisherman’s Blues aufgenommen.“ Zu diesem Zweck versammelte er alte Weggefährten und neue Freunde. Ralph Salmins, der in den letzten vier Jahren den Schlagzeugerposten bekleidete ist neben Scott und dem Waterboys-Glücksbringer Steve Wickham, der bei einigen Tracks sein zauberhaft schwindelerregendes Geigenspiel beisteuert. Neu dabei sind der aus Memphis stammende Keyboarder „Brother“ Paul Brown und David Hood, seines Zeichens legendärer Studiobassist aus den Hochzeiten der FAME und Muscle Shoals Studios. „Wir haben den Mann an Bord, der „R-E-S-P-E-C-T“ eingespielt hat!“ lacht Scott. „Er und Paul hatten einen großen Einfluss auf dem Sound.“

Auf Nachfrage, warum die Wahl auf Nashville fiel, erklärt Scott (der hauptsächlich in Dublin wohnt): „Nashville hat den Ruf „Music City, USA“ zu sein, das gefiel mir irgendwie. Es ist eine der wenigen Städte, die nach wie vor eine intakte Studio-Industrie besitzt, wodurch natürlich ein gewisser Wettbewerbsdruck entsteht. Man weiß, dass irgendwo in der Stadt Jack White an seiner neuen Platte arbeiten und an andere Stelle werkeln The Black Keys ebenfalls an ihrem Album. Ich mag dieses Gefühl von Wettbewerb. Es ist ein toller Ansporn.“

In alter Waterboys-Tradition wird auch dieses Album von der Lust am Ausloten von Grenzen definiert. Es gibt wenige Bands, die sich Laufe der Jahre so verändert haben, wie The Waterboys. 1983 gegründet, spielte die Band auf ihren ersten drei Alben vielschichtigen Post Punk welcher im 1985er Album „This Is The Sea“ gipfelte. Seitdem hörte die Musik nie auf, sich weiterzuentwickeln. Vom äußerst einflussreichen Mix aus keltischem Folk, Gospel, Country und Rock auf ihrem Klassiker „The Fisherman’s Blues“ bis hin zu den New York-Gitarrensounds auf „Dream Harder“, den aufgewühlten Lärm-Auswüchsen von „A Rock in the Weary Land“ und der aufgepeitschten poetischen Leidenschaft auf „An Appointment with Mr. Yeats“. Mit diesem Album kehrte die Band nach einer, wie Scott selbst sagt „wurzellosen Zeit“, zurück zu ihren alten Stärken. Der Album-Release 2011 und die darauffolgende Tour wurde weitgehend als Höhepunkt der Bandkarriere angesehen. Erhältlich ab 23.01.2015

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