Marsen Jules – The Empire Of Silence (Digisleeve)

Image: 1595391 Exakt zehn Jahre nach seinem Albumdebüt "Herbstlaub" auf CCO entführt uns der deutsche Ambient-Musiker Marsen Jules in sein "Reich der Stille". Mit "The Empire Of Silence" liefert der Klang-Poet einen beeindruckenden Soundtrack zur epochalen Gewalt und Anmut nordischer Schnee- und Eislandschaften. Dabei klingt er so elegisch, warm und romantisch wie schon lange nicht mehr. Benannt sind die acht Kleinode des Albums passenderweise nach Eskimo-Begriffen für Schnee, von denen es der Legende nach gleich Dutzende geben soll. Führen die melancholischen Anfangstücke "penstla" (Idee von Schnee) und "tlaslo" (Schnee der langsam fällt) noch auf samt gleitenden Wegen, so erhebt sich das Album mit "kayi" (wandernder Schnee) und skriniya (Schnee der nie den Boden berührt) in seine volle Euphorie. Epochal zieht das neunminütige "katiyana" (Nachtschnee) den Hörer in den Bann, während "naklin" (vergessener Schnee) für ein kurzes Innehalten sorgt. Seinen Höhepunkt findet das Album in nahezu ekstatischen Glisandi von "chathalin" (Schnee der einen säuselnden Klang macht, wenn er auf Wasser fällt) um dann im elegischen "ylaipi" (Schnee von morgen) sanft und erhaben auszuklingen.

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Exakt zehn Jahre nach seinem Albumdebüt "Herbstlaub" auf CCO entführt uns der deutsche Ambient-Musiker Marsen Jules in sein "Reich der Stille". Mit "The Empire Of Silence" liefert der Klang-Poet einen beeindruckenden Soundtrack zur epochalen Gewalt und Anmut nordischer Schnee- und Eislandschaften. Dabei klingt er so elegisch, warm und romantisch wie schon lange nicht mehr. Dies mag mitunter auch einer strikten Reduktion auf bittersüsse Streicherklänge geschuldet sein. Prismenhaft breitet Jules diese auf der Zeitachse aus und lässt sie im Gleitflug auf das Trommelfell mäandern. Wo andere noch von Modern-Klassik reden, da bewegt sich Jules bereits auf Partikel-Ebene durch das Klangkontinuum. Dabei dringt er so tief in die Klänge ein wie selten zuvor und lässt sie in beeindruckender Präzision über das gesamte Klangspektrum widerspiegeln. Für echte Stille bleibt da mitunter wenig Raum und so entfaltet sich die epochale Klanggewalt von "The Empire of Silence" bei voller Lautstärke zu einer archaischen Euphorie, die alles mit sich reisst und den gesamten Raum für sich beansprucht. Benannt sind die acht Kleinode des Albums passenderweise nach Eskimo-Begriffen für Schnee, von denen es der Legende nach gleich Dutzende geben soll. Führen die melancholischen Anfangstücke "penstla" (Idee von Schnee) und "tlaslo" (Schnee der langsam fällt) noch auf samt gleitenden Wegen, so erhebt sich das Album mit "kayi" (wandernder Schnee) und skriniya (Schnee der nie den Boden berührt) in seine volle Euphorie. Epochal zieht das neunminütige "katiyana" (Nachtschnee) den Hörer in den Bann, während "naklin" (vergessener Schnee) für ein kurzes Innehalten sorgt. Seinen Höhepunkt findet das Album in nahezu ekstatischen Glisandi von "chathalin" (Schnee der einen säuselnden Klang macht, wenn er auf Wasser fällt) um dann im elegischen "ylaipi" (Schnee von morgen) sanft und erhaben auszuklingen. Erhältlich ab 27.03.2015

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