Mario Hammer And The Lonely Robot – L’esprit De L’escalier

Image: 1599327 Mario Hammer beschäftigt sich seit Gedenken mit modularer Synthese und bediente diverse Sparten von elektronischer Musik. Nach all diesen Erfahrungen ist für ihn jetzt der Moment gekommen, ein ganzes Album ausschließlich mit alten, raren Synthesizern zu bestreiten, wobei ihm Josef Steinbüchel bei einigen Stücken zur Seite stand. Unterstützend wirkten auch Szenefiguren wie Dominik Eulberg und Robert Babicz auf ihn ein, machten ihm Mut die Arbeit an dem beatfreien Album über eine Dauer von einem Jahr durchzuhalten und abzuschließen. "L'esprit De L'escalier" ist ein 60-minütiges, klanggewaltiges und auch sensibles Werk, bei dem jedes einzelne Stück in sich abgeschlossen ist, dennoch lückenlos in das nächste übergeht. Ein Album, in dem modulare Klänge in einem modernen Zusammenhang gesetzt sind und großartige Melodien immer wieder in Szene gesetzt werden, inspiriert durch die Solo-Werke von Martin Gore, Trentemoeller, Stimming, Biosphere.

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Die meisten Stücke sind im Prozess der Klangfindung entstanden mit Ausnahmen von "Metaphysical Orchestra" und "Sirimiri (Hammersche Modularverschaltung)" die schon vorher auf Traum Schallplatten im Rahmen der Tour De Traum Reihe veröffentlicht wurden, sich hier aber etwas anders darstellen.
Mario Hammer dazu: "Ich habe von Anfang an sehr sorgfältig Synthesizer ausgesucht. Jeder besitzt für mich eine ausgesprochen schöne Klang-Farbe. Allesamt sind sie eher selten und ich hab viel Zeit mit ihnen verbracht. Josef hatte Synthesizer, die ich nicht besass und so tauschten wir Ideen und Klänge bei 4-5 Stücken aus. Das Album entstand in der Art, dass ich ein Stück schrieb und danach nach einem Übergang suchte. Manchmal schrieb ich ein Gruppe von 3 bis 4 Stücken zu denen ich analog Geräusche dazu mischte. Bei zwei Stücken habe ich diese direkt aufgenommen und nicht mehr verändert. Ich war im Prozess des Musikmachens auch verwundert wie die Stücke quasi selbständig ihren Platz fanden."

Das Album beginnt mit einer euphorischen, zum Teil von Leichtigkeit geprägten Stimmung, die getragen wird von gigantischen wie auch mikroskopisch kleinen Melodien. Ab der Hälfte herrscht eine fast spirituell dunklere Klangfarbe vor und erinnert an die Pioniere Deutscher Elektronik, wenn auch der Schulterschluss hier nur über eine gewisse Patina des Klangs erfolgt und weniger über die Komposition. Erhältlich ab 06.11.2015

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