Dettmann & Klock – Phantom Studies (2×12”)

Image: 1608137 Die Berghain-Residents Ben Klock und Marcel Dettmann knüpfen mit ihrer ersten Studiokollaboration seit zehn Jahren - "Phantom Studies" - anlässlich der hundertsten O-TON 12" EP-Veröffentlichung an die Ostgut Ton-Labelgründung 2005 an. Mit der neuen Doppel 12" EP "Phantom Studies" beschwören Dettmann | Klock den Geist ihrer ersten gemeinsamen Veröffentlichungen "Dawning" (2006) und "Scenario" (2007). Mit dem 40-minütigen Release bauen Marcel Dettmann und Ben Klock ihre tiefe persönliche Verbindung und das gemeinsame musikalische Repertoire aus, betonen funktionalen Techno ebenso wie hypnotische, melodische und beseelte Musik, frei von Konventionen. Die sieben neuen Stücke reflektieren diese Attribute, richten sich an die Bedürfnisse und Erwartungen von sowohl DJs als auch anderen Musikliebhabern, beide nicht außer Acht lassend.


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Das eröffnende Stück „Phantom Studies“ kombiniert diesen Geist perfekt, mit einem Bein auf dem Dancefloor und einem auf der Couch: der spröde Beginn wird schnell von einer scharfen Kick, mäandernden, hypnotisierenden Harmonien, Hi-hats und Klanghölzern eingeholt, daneben erklingen Glocken, aus einem Guss mit der reichen Vergangenheit des Genres Techno. Ein sehr musikalisches Stück, atmosphärisch und kraftvoll. Diese Ästhetik zieht sich durch den ganzen Tonträger, das Heim- und Clubsetting miteinander verbinden: „The Room“ ist das wohl düsterste Stück, entschleunigt, Drone-lastig, bedrohlich und kohlrabenschwarz mit Vocals von Marcel Dettmann, „Prophet Man“ ist ein zurückgelehntes, pulsierendes Dub Techno-Stück mit allerlei Synthflächen links und rechts, eingerahmt von einem spoken-word-Psalm von Ben Klock –aber nicht so bierernst wie man denken mag, deshalb das Gekicher, „The World Tonight“stellt flirrende, muntere Synthmelodien in den Mittelpunkt, während die Kick für Muskulosität und Ekstase sorgt.

Klar gibt’s auch was für den Club: „No One Around“ ist ein prototypisches Tool, hämmert unnachgiebig bei 134 BpM samt kompromisslos-plötzlichem Anfang / Ende, „Bad Boy“wird mit 124 BpM seinem Namen gerecht und setzt auf vielfältige Hi-hats und wirbelnde Synthsequenzen, mit „The Tenant“ endet dieses Release mit verzerrten, sich dehnenden, metallisch klingenden Acid-Texturen, lärmenden, verstörenden Vocalsamples über einer steten Kickdrum, komplett mit einer recht passenden Schlussformel: „Good night!“

Phantom Studies unterstreicht die gemeinsame musikalische Vision von Dettmann | Klock – sei es bezüglich ihrer zwölfjährig andauernden Berghain-Residency oder weltweit Tanzflächen herauszufordern. Erhältlich ab 03.02.2017

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