Eric Andersen – Birth Of A Stranger:Shadow & Light of Albert Camus

Image: 1618963 “Birth Of A Stranger: Shadow & Light of Albert Camus” – Ehrlich, tief, voller Gefühl. Liebe, Tod und Rebellion, Lebensfülle und Vergänglichkeit, das Bewusstsein von der Flüchtigkeit des Augenblicks, das Auskosten des vollen Moments. Diese Melancholie, die aus der Fülle schöpft und immer schon um deren Endlichkeit weiß. Ein Sound, der an den späten Cash erinnert, an Leonard Cohen und an Tom Waits. Musik, die nicht altert, die traditionell ist aber nicht anachronistisch. Diese Art Stimme, die irgendwie immer nach altem Whisky klingt, der zugleich weich schmeckt und brennt, wenn er die Kehle runter rinnt. Songs von einer Camus-verwandten Seele, keine Frage.

Es ist diese Stimme, die den Zuhörer sofort anspringt, in ihren Bann zieht und schließlich hemmungslos überwältigt. Eine raue Urgewalt, erfüllt von schonungsloser Reinheit, man entkommt diesem Organ nicht, wenn man sich einmal darauf eingelassen hat. Eric Andersen ist der Besitzer dieser ganz besonderen vokalen Gabe, die an das Genial-Grummelnde von Bob Dylan erinnert, an das Brüchig-Beeindruckende von Leonard Cohen, an das Puristisch-Phänomenale von Woody Guthrie. Eric Andersen, geboren 1943 in Pittsburgh, darf sich als Heroen einer lange vergangen geglaubten Ära sehen, die freilich niemals weg war und die schon gar nicht irgendwann untergehen wird. Wir sprechen vom Zeitalter des Folk, das seinen Höhepunkt in den 1960ern hatte, mit Speerspitzen wie Phil Ochs, Joan Baez, Pete Seeger oder eben Grantler Dylan. Eigentlich aber sprechen wir von der Kaste der singenden, gerne nur von einer Gitarre unterstützten Geschichtenerzähler, Troubadoure fürderhin, also Kreative, die der Menschheit Sinn und Unsinn ihres Daseins erklären. Das Album erscheint als Digipak CD mit 32-seitigem Booklet und als 180g, audiophilem Vinyl im Gatefold Cover!

Erhältlich ab 18.05.2018

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