Unzucht – Akephalos

Image: 1619951 Ein Akephalos ist vielerorts, der Legende nach, ein kopfloser Geist, der nicht zur Ruhe kommen kann. Kopflos gehen Unzucht auf ihrem neuen Album glücklicherweise rein gar nicht ans Werk, denn jeder der 11 Songs kommt prägnant auf den Punkt. Eine gewisse Rastlosigkeit ist aber genau das, woraus die Songs ihre ganz spezielle Energie beziehen. Noch mehr als je zuvor bedienen sich die Jungs aus einem Schmelztiegel unterschiedlichster Stile, um ihre deutschsprachigen Rock-Hymnen zum Leben zu erwecken. Von Neue-Deutsche-Härte- und Industrial-Anklängen in “Fleisch und Ruinen”, über ein Melodic-Hardcore-Fundament in “Projektil”, von der ersten Single “Nela”, die moderne Metal-Salven mit Alternative-Rock mischt, bis hin zum Indie-Rock-trifft-Synth-Pop-Epos “Der schmale Grat” – immer wieder schlagen Unzucht mit sichtlicher Freude unerwartete Haken und schaffen es trotzdem, ihrem melancholisch-dunkel-angehauchten Grundsound treu zu bleiben. Mal bretthart und voll auf die zwölf, mal ungeniert emotional, steuern Unzucht ihr Schiff immer genau dorthin, wo ihr Herz sie hinführt. Getragen von der gewohnt feurigen Stimme von Der Schulz, scheren sich die Jungs erfrischend wenig um Genre-Klischees und stechen genau deswegen aus der Masse heraus. Erhältlich ab 27.07.2018

Getaggt mit: