A-Sun Amissa – Ceremony In The Stillness

Image: 1620860 Für ihr viertes Album tauchen A-Sun Amissa tiefer in die Musik ein als zuvor. Gitarren treten in den Vordergrund. Schwere, verzerrte Akkorde kommen aus dem Off, ergänzt durch dunkle Ambientpassagen. Die klaustrophobischen Atmosphären bleiben erhalten, werden aber mit einer neuen Dichte und klanglichen Experimenten kombiniert, um einen großen Sprung nach vorne in Struktur und Komposition zu ermöglichen.


"Ceremony in the Stillness" weist auf die Themen der letzten drei Alben hin und bringt das Projekt in neue Gebiete. Die komplizierten Nuancen und lullenden Melodien von Desperate in Her Heavy Sleep (2012) tauchen wieder auf, während die wogenden Gitarren von You Stood Up For Victory, We Stood Up For Less (2013) durchgängig referenziert werden. Im Vergleich zu 2017's The Gatherer ist es klar, dass es eine festere Richtung im Songwriting gibt, da das Album durch Elemente von Doom, dunklem Ambient und Post-Rock verwebt ist und dem Zuhörer eine ganz eigene Note verleiht.

A-Sun Amissa ist das Projekt von Richard Knox (Gründer von Gizeh Records und Mitglied von The Rustle of the Stars, Shield Patterns und Glissando) und während Knox die zentrale Rolle bei Ceremony in the Stillness einnimmt, sehen wir wieder einige Mitarbeiter, die an der Platte mitwirken.

Als sich der Albumöffner The Black Path entfaltet, kriecht das Cello von Jo Quail durch die dicke Wand der Gitarre, um einen Moment der Ruhe zu bieten, bevor der Song mit der Einführung von Drums (aus Archelons TJ Fairfax) zum ersten Mal auf einer A-Sun Amissa Platte zum Leben erweckt wird. Neben einem dichten und sich hypnotisch wiederholenden Riff ist es A-Sun Amissas bisher heaviester Moment, wenn der Song unter seinem eigenen Gewicht zusammenbricht und einen bröckelnden und unruhigen Übergang von Cello und Gitarren-Drohne hinterlässt. Im Mittelpunkt des melancholischen With Wearied Eyes stehen ineinander verschlungene Gitarren, während die Atmosphäre auf das Debütalbum zurückgreift, bevor die kräftigen Gitarrenriffs auf To the Ashes zurückkehren. The Skulk erinnert an The Gatherer, als sich David McLeans Saxophon inmitten einer wechselnden Flut von Oszillatoren und Drohnen um die ondes Martenot von Christine Ott dreht. Die Platte nimmt dann eine Wendung, als No Perception of Light's einschläfernde Öffnung einem hypnotisierenden Beat und einer Bassline Platz macht, die sich zu einer Wand aus knirschenden Gitarren und Elektronik entwickelt. Je näher Remembrancer kommt, desto mehr Gitarren erklingen, desto melancholischer kehrt die Melancholie als ein einhüllender, eindringlicher orchestraler Outro zurück, der die Platte zum Abschluss bringt.

Ob "Ceremony In The Stillness" für A-Sun Amissa einen permanenten Richtungswechsel darstellt, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass Knox sich wohl fühlt wenn er die Klangpalette von A-Sun Amissa noch weiter ausdehnt. Erhältlich ab 14.09.2018

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