The Kasper Collusion – Losing It

Image: 1652134 Die Stücke von The Kasper Collusion mäandern zwischen ihren höchst eigensinnigen musikalischen Fragmenten und einer Erinnerung daran, dass sie einmal einfach nur schöne Songs gewesen sein könnten. Immer wieder blitzen verstörende Momente auf, die vermuten lassen, dass diese Lieder einen langen Weg gegangen sind, um endlich in dem Nirgendwo anzukommen, das jetzt ihren musikalischen Resonanzraum bildet.

Lässt man sich auf die Musik ein, muss man zugeben, dass hier jedenfalls kein Jazz gespielt wird - und auch sonst nichts, was man irgendwie einordnen kann. Wer die meisten landläufig angebotenen Songs nicht mehr ertragen kann, sie zugleich aber dringend braucht, könnte das mögen.

Die Texte stehen gelegentlich in einem merkwürdigen Widerspruch zu dieser musikalischen Ästhetik. Man weiß nicht genau, wer da zu einem spricht: ist es ein Songwriter, der seine Befindlichkeiten und Ansichten mitteilt? Das würde zu der musikalisch entfalteten Songskepsis nicht so recht passen. Hält man sich an den Titelsong, schwankt hier jemand zwischen (politischer) Wut und dem Verlust eben dieser – und dann noch der Wut auf jene, die nicht einmal schwanken. Humor ist auch da, wenngleich nicht leicht zu entdecken. So zum Beispiel in einem sarkastischen love song, der sich an die beiden ehemaligen Pressesprecherinnen des US State Departments richtet.

Die drei Akteure der Collusion sind in unterschiedlichen Szenen und Zusammenhängen zu Hause. Achim Tang (Kontrabass) wird heute in der Improvisierten Musik verortet, nachdem er in seiner Karriere eine Vielzahl an musikalischen Stationen passiert hat. Zentraler Aspekt seiner Arbeit ist die Beschäftigung mit dem Kunstbegriff aus einer soziokulturellen Perspektive und die kritische Auseinandersetzung mit der Reduzierung des Musikers auf die Rolle eines Instrumentalisten.
Kurt Fuhrmann (Schlagzeug) interessiert sich für Zwischenbereiche, in denen die Musik ihre Tiefe und Intensität gewachsener Formen zeigen kann und sich gleichzeitig überraschenden Klangfarben, formalen Experimenten und improvisatorischer Freiheit öffnet. Er arbeitet mit klassischen Musikern, zeitgenössischen Komponisten und Akteuren der Improvisationsszene zusammen, spielt mit Flamencosolisten und Indiebands und produziert elektronische Musik.
Der Songwriter Franz Kasper (Gesang, Gitarre) gilt seit seinem ersten Album THE FREE-WHEELING, dem fünf weitere folgten (u.a. MAN WITH A DOG, DID THE DEVIL NOT CORRUPT YOU?) als die erratische Figur der deutschen Indiemusik und „bleibt einer der eigenartigsten, unentdecktesten Sänger“ (Rolling Stone). Erhältlich ab 05.07.2019 The page you were looking for doesn't exist (404)

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