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  • Puts Marie – Catching Bad Temper (LP+MP3)

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1623254 Es sind Geschichten von Mariachi-Bands, die ihre Musik und ihre Seele in Mexico spät nachts verkaufen: Menschliche Musikboxen seit Generationen, drüben auf der Plaza Garibaldi, wo sich die Drogenhändler als die neuen Zorros aufspielen. Ein Rennen von Kellnern in den Gassen der Bieler Altstadt, Relikte einer Zeit, in der « die Garçons noch Stil hatten». Es sind Büschel von kurzem Gras, die sich in Barcelona durch den Asphalt fressen, und tiefblaue Sprungtürme, olympische Reliquien, scheinbar erdrückt unter der katalanischen Sonne. Sänger Max Usata wählt seine Themen wie Polaroids, die er aus seiner Erinnerung klaubt. «1992 war ich zehn. Im Urlaub in Italien verfolgte ich im Fernsehen einen Tischtennismatch. Manchmal genügt dies, um ein Vierteljahrhundert später einen Song zu schreiben.»

    Als sich Puts Marie aufmachte dieses eine, neue Kapitel aufzuschlagen, hatten sie allen Grund, einen Blick in den Rückspiegel zu werfen. Mehr als 15 Jahre gemeinsamen Musikmachens, haufenweise Erinnerungen, von den Anfängen als Bohémiens im umgebauten Wohnmobil zu den grössten Bühnen Europas, von Tourneen durch Südamerika zu Rückzügen, eingeigelt im Aufnahmestudio. Ein dreijähriger Unterbruch gab allen Musikern die Chance, ihren individuellen Projekten freien Lauf zu lassen, bevor sie 2015 wieder zusammenfanden für das bemerkenswerte Album Masoch I-II. Jetzt fahren sie fort, stärker zusammengeschweisst denn je, mit Catching Bad Temper, sieben fieberhaften Titeln, die auf der Erfahrung aufbauen, und gleichzeitig zu neuen Horizonten aufbrechen.

    «Unsere grösste Angst war, uns zu wiederholen oder schlimmer noch, zur Selbstparodie zu verkommen», gesteht Max Usata. Die bemerkenswerte Eigenständigkeit der Band sollte keinesfalls zu einer Einschränkung werden, und die unerforschten Gelände verlangten danach, mit ein bisschen Gewalt erschlossen zu werden. «Wir hatten Lust, mit dem Rhythmus zu spielen, mit Rap, mit der Wiederholung, ohne in starren Loops zu landen. Das Ganze sollte roh und lebendig bleiben», kommentiert Max Usata. Um dies zu erreichen, reihten Puts Marie mehrere kreative Retraiten aneinander, von ihrer Heimat Biel bis nach Avignon. Und richteten sich dann in den Black Box Studios in Nantes ein, einem Hort analoger Technik, direkter Live-Takes und Aufnahmen auf Tonbändern. «Ich finde es sehr schön, dass sich jeder von uns individuell weiterentwickelt, mit seinen Vorlieben und seinen Gelüsten, aber dass wir immer wieder die gemeinsame Wellenlänge finden, wenn es darum geht, zusammenzuspielen.»

    Das Ergebnis zeigt eine Band auf dem Gipfel ihrer Schaffenskraft: Herrlich impressionistisch in ihrer Kunst, basierend auf Noten Bilder voller Emotionen wiederzugeben, mit einem Einfallsreichtum, welcher der Konsistenz und der Wirksamkeit der Kompositionen nie zuwiderläuft, liefern Puts Marie Songs von immenser körperlicher Kraft. Der Traum ist nie weit entfernt vom Alptraum, die Poesie von der Rohheit, die Schönheit vom Laster. Catalan Heat schleicht sich auf dem unruhigen Pfad einer überhitzten Gitarre voran, die Refrains von C’mon verführen zu Tagträumen, aus welchen man vom Rap in den Strophen jäh in die Realität zurück gerufen wird. The Waiter schwankt zwischen bruitistischen Sprüngen und gezielt gewähltem Lyrismus. Indian Girl räkelt sich im Echo einer funkelnden Gitarre und das 7.42 Minuten lange Garibaldi wagt es, nach einem langen Spaziergang in der Dämmerung in einem bissigen Finale zu enden. Loveboat segelt auf einem vermeintlich friedlichen Groove dahin, doch unter der Meeresoberfläche lauern Riffe und Wracks. Wie die Sauerstoffblasen, die an die Oberfläche steigen, begleitet Rhapsody die Rückkehr an die Luft auf herrlich hypnotische, kindliche Weise.

    Mit Catching Bad Temper packen die Schweizer ihre Musik beherzt mit beiden Händen, wie einen fiebrigen Organismus, dessen Herzschlag sie begleiten und orchestrieren. Im Vollbesitz seiner Kräfte, aber offen für kühne Wagnisse, ist das neue Album von Puts Marie ein höchst ansteckender Körper, an den man sich vertrauensvoll schmiegt.

    Tracklisting:
    1 Catalan Heat
    2 C'mon
    3 The Waiter
    4 Indian Girl
    5 Garibaldi
    6 Love Boat
    7 Rhapsody

    Livetermine
    06.04. - Frankfurt - Zoom (Geplant)
    07.04. - Berlin - Badehaus (confirmed)
    08.04. - Hamburg - Nochtwache (confirmed)
    09.04. - Haldern - Pop Bar (confirmed)
    28.04. - München - Milla Erhältlich ab 22.02.2019 Getaggt mit:
  • Puts Marie – Catching Bad Temper

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1623253 Mit "Catching Bad Temper" packen die Schweizer ihre Musik beherzt mit beiden Händen, wie einen fiebrigen Organismus, dessen Herzschlag sie begleiten und orchestrieren. Im Vollbesitz seiner Kräfte, aber offen für kühne Wagnisse, ist das neue Album von Puts Marie ein höchst ansteckender Körper, an den man sich vertrauensvoll schmiegt. Es sind Geschichten von Mariachi-Bands, die ihre Musik und ihre Seele in Mexiko spät nachts verkaufen: Menschliche Musikboxen seit Generationen, drüben auf der Plaza Garibaldi, wo sich die Drogenhändler als die neuen Zorros aufspielen. Ein Rennen von Kellnern in den Gassen der Bieler Altstadt, Relikte einer Zeit, in der "die Garçons noch Stil hatten". Es sind Büschel von kurzem Gras, die sich in Barcelona durch den Asphalt fressen, und tiefblaue Sprungtürme, olympische Reliquien, scheinbar erdrückt unter der katalanischen Sonne. Sänger Max Usata wählt seine Themen wie Polaroids, die er aus seiner Erinnerung klaubt. "1992 war ich zehn. Im Urlaub in Italien verfolgte ich im Fernsehen ein Tischtennis-Match. Manchmal genügt dies, um ein Vierteljahrhundert später einen Song zu schreiben."


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    Als sich Puts Marie aufmachte dieses eine, neue Kapitel aufzuschlagen, hatten sie allen Grund, einen Blick in den Rückspiegel zu werfen. Mehr als 15 Jahre gemeinsamen Musikmachens, haufenweise Erinnerungen, von den Anfängen als Bohémiens im umgebauten Wohnmobil zu den grössten Bühnen Europas, von Tourneen durch Südamerika zu Rückzügen, eingeigelt im Aufnahmestudio. Ein dreijähriger Unterbruch gab allen Musikern die Chance, ihren individuellen Projekten freien Lauf zu lassen, bevor sie 2015 wieder zusammenfanden für das bemerkenswerte Album Masoch I-II. Jetzt fahren sie fort, stärker zusammengeschweisst denn je, mit Catching Bad Temper, sieben fieberhaften Titeln, die auf der Erfahrung aufbauen, und gleichzeitig zu neuen Horizonten aufbrechen.

    «Unsere grösste Angst war, uns zu wiederholen oder schlimmer noch, zur Selbstparodie zu verkommen», gesteht Max Usata. Die bemerkenswerte Eigenständigkeit der Band sollte keinesfalls zu einer Einschränkung werden, und die unerforschten Gelände verlangten danach, mit ein bisschen Gewalt erschlossen zu werden. «Wir hatten Lust, mit dem Rhythmus zu spielen, mit Rap, mit der Wiederholung, ohne in starren Loops zu landen. Das Ganze sollte roh und lebendig bleiben», kommentiert Max Usata. Um dies zu erreichen, reihten Puts Marie mehrere kreative Retraiten aneinander, von ihrer Heimat Biel bis nach Avignon. Und richteten sich dann in den Black Box Studios in Nantes ein, einem Hort analoger Technik, direkter Live-Takes und Aufnahmen auf Tonbändern. «Ich finde es sehr schön, dass sich jeder von uns individuell weiterentwickelt, mit seinen Vorlieben und seinen Gelüsten, aber dass wir immer wieder die gemeinsame Wellenlänge finden, wenn es darum geht, zusammenzuspielen.»

    Das Ergebnis zeigt eine Band auf dem Gipfel ihrer Schaffenskraft: Herrlich impressionistisch in ihrer Kunst, basierend auf Noten Bilder voller Emotionen wiederzugeben, mit einem Einfallsreichtum, welcher der Konsistenz und der Wirksamkeit der Kompositionen nie zuwiderläuft, liefern Puts Marie Songs von immenser körperlicher Kraft. Der Traum ist nie weit entfernt vom Alptraum, die Poesie von der Rohheit, die Schönheit vom Laster. Catalan Heat schleicht sich auf dem unruhigen Pfad einer überhitzten Gitarre voran, die Refrains von C’mon verführen zu Tagträumen, aus welchen man vom Rap in den Strophen jäh in die Realität zurück gerufen wird. The Waiter schwankt zwischen bruitistischen Sprüngen und gezielt gewähltem Lyrismus. Indian Girl räkelt sich im Echo einer funkelnden Gitarre und das 7.42 Minuten lange Garibaldi wagt es, nach einem langen Spaziergang in der Dämmerung in einem bissigen Finale zu enden. Loveboat segelt auf einem vermeintlich friedlichen Groove dahin, doch unter der Meeresoberfläche lauern Riffe und Wracks. Wie die Sauerstoffblasen, die an die Oberfläche steigen, begleitet Rhapsody die Rückkehr an die Luft auf herrlich hypnotische, kindliche Weise.

    Erhältlich ab 22.02.2019 Getaggt mit:
  • Juleah – Desert Skies (LP+CD)

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1623133 Am Anfang war der Hall. Und das Rauschen. Wellenberge im Bodenseee türmen sich auf - ein Beben verursacht durch sechs Saiten. Eine Stimme als Eintrittskarte für eine Strong-Mädels-WG, in der Mazzy Star und P.J. Harvey abhängen. Mit ihrem dritten Album "Desert Skies" beweist die Vorarlbergerin Julia Hummer - aka Juleah - nicht nur, dass sie auf internationaler Ebene in Sachen Sound- und Songwriting bestens mithält. Sondern auch, dass sie in ihrem ganz eigenen Musikuniversum munter die Grenzen verlegt. Erkundeten die EP "Entangled and Entwined" und der Longplayer "Melt Inside The Sun" die Trampolinlandschaft hypnotisch wirbelnder Sounds der 60er-Psychedelic und die klangexperimentellen Teppiche des Britpops à la Ride oder Stone Roses, so sind die Songs auf "Desert Skies" genauso köstliche Magic Mushrooms - und doch slightly anders: much morefunky! Von "Skies" bis zu "Darkness"- die Platte ist im Groove daheim, der Rhythmus perlt und stampft, am Horizont ahnt man fettes Slide aus der Küche des Chicago Blues. "Strawberry Shake" marschiert übermütig wie Michel aus Lönneberga auf der Suche nach dem nächsten Opfer für einen Streich. Ufos rauschen taumelnd vorbei, landen auf Supermärkten, um ihre Vorräte an Gelatine und Smarties aufzufrischen. Lässiges Stop'n'Go, knackige Licks, rumpelige Drums ... in "Catch 22" dampft im Intro kurz die Erinnerung an den Mördergroove von Kantes "Summe der einzelnen Teile" auf, bevor der Song zu einer Dronehymne mutiert. Juleah packt uns eine Wundertüte zusammen, auf 33 1/3 Umdrehungen.

    - LP (inklusive CD)! Erhältlich ab 15.02.2019 Getaggt mit:
  • Dolls – Pop The Bubble EP (Ltd. Coloured Vinyl 12221;)

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1622790 Superstreng limitierte EP des Alternative-Duos Dolls, produziert von Jim Sclavunos, Drummer von Nick Cave & The Bad Seeds und Grinderman, der seine Produktionsskills bereits bei The Horrors, The Wytches und Fat White Family unter Beweis gestellt hat. 4 catchy Grunge-Punk-Songs auf einseitig bespieltem, pink-violett-weißem Vinyl mit geätzter Rückseite. Erhältlich ab 11.01.2019 Getaggt mit:

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