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  • Various – Pop Ambient 2019

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1621848 POP AMBIENT ist die sakrale Musik der Ungläubigen. - Wolfgang Voigt / September 2018
    Bum Bum Bum. 25 Jahre KOMPAKT. Wenn ein Musiklabel, das seine inhaltliche Ausrichtung im Wesentlichen auf den anfangs als schnelllebig und vor allem kurzlebig apostrophierten „hype“ Techno setzt, nach 25 Jahren in jeder Beziehung immer noch voll im Saft steht, dann zeigt das zwei Dinge: Das erstens mittlerweile jeder bemerkt haben dürfte, dass Techno eben kein kurzftristiger hype ist, sondern vielmehr ein vielschichtiges, ernstzunehmendes Genre, das sich ebenso wie Rock’n’Roll oder Schlager fest in der Musikgeschichte etabliert hat. Und zweitens, dass KOMPAKT nie nur ein reines Technolabel war und ist, sondern ein nach vielen Seiten aufgeschlossenes Experimentierfeld, das sich von Anfang an der Grenzüberschreitung und dem musikalischen Erfindungsreichtum verschrieben hat. Über die Jahre wurden unter dem KOMPAKT-Signet etliche Subgenres, Konzeptreihen und Crossoverwagnisse auf Basis der unverhandelbaren geraden Bassdrum „around the world“ und wieder zurück geschickt. Eine der wohl schönsten und nachhaltigsten Konzeptreihen dürfte wohl die bassdrumfreie POP AMBIENT-Serie sein, die ich als KOMPAKT-„Altvorderer“ nach wie vor die jährliche Freude habe, zu kompilieren. Dabei hat sich über die Jahre aus dem anfänglichen Bedürfnis der seit den frühen 90er Jahren in den sogenannten „Chilloutrooms “ grossräumiger Technoclubs, „Lounges“ und „Muzakkneipen“ entstandenen „Entspannungsmusik“ etwas entgegenzusetzen, eine eher von Pop-Eleganz, Diskurs und Hedonismus beseelte, eigene Spielart ambienter Musik, eine vielschichtige programmatische Musik mit hohem Widererkennungswert entwickelt. So hatte ich auch im Jubiläumsjahr einmal mehr die Qual der Wahl, aus den aus aller Welt kommenden, grossartigen Klangpreziosen guter alter sowie neuer Freunde die subjektiv besten zu einem homogenen Hörerlebnis zusammenzuführen. Dabei ist mir immer sehr wichtig, einerseits den Erwartungen der treuen Hörerschaft im Bezug auf Traditionsverpflichtung gerecht zu werden und andererseits auch immer möglichst viele Mikrofacetten, Varianten und Einflüsse angrenzender Stile und Universen aufzugreifen. Innovativ und verbindlich. Konspirativ und weltoffen. Auch wenn der Überbegriff Ambient, für eine Kompilation die sowohl Aspekte von Neuer Klassik, Atonalität und Kunstmusik mit den allerschönsten Seelenkitschklangwelten zu vereinen sucht, zu eng gefasst ist, so hilft er doch bei der notwendigen Orientierung im besten Sinne. Ebenso wie die Tradition gewordenen, wunderschön abstrakt-floralen Kunstblumenwelten der von Veronika Unland gestalteten Cover, die ein ums andere Jahr auch die Augen in Verzückung versetzten. Auch wenn jede Kompilation sich aufs Neue an den relevanten Fragen zeitgemässer Diskursmusik abarbeitet, so ist der erhabene Moment am Ende doch der, in dem sich alles zu Gunsten eines „höheren, kosmischen“ Hörerlebnisses, im wahrsten Sinne des Wortes in ambiente Luft auflöst.
    Erhältlich ab 30.11.2018 Getaggt mit:
  • Various – Pop Ambient 2019 (2LP/180g+MP3)

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1621849 POP AMBIENT ist die sakrale Musik der Ungläubigen. - Wolfgang Voigt / September 2018
    Bum Bum Bum. 25 Jahre KOMPAKT. Wenn ein Musiklabel, das seine inhaltliche Ausrichtung im Wesentlichen auf den anfangs als schnelllebig und vor allem kurzlebig apostrophierten „hype“ Techno setzt, nach 25 Jahren in jeder Beziehung immer noch voll im Saft steht, dann zeigt das zwei Dinge: Das erstens mittlerweile jeder bemerkt haben dürfte, dass Techno eben kein kurzftristiger hype ist, sondern
    vielmehr ein vielschichtiges, ernstzunehmendes Genre, das sich ebenso wie Rock’n’Roll oder Schlager fest in der Musikgeschichte etabliert hat. Und zweitens, dass KOMPAKT nie nur ein reines Technolabel war und ist, sondern ein nach vielen Seiten aufgeschlossenes Experimentierfeld, das sich von Anfang an der Grenzüberschreitung und dem musikalischen Erfindungsreichtum verschrieben
    hat. Über die Jahre wurden unter dem KOMPAKT-Signet etliche Subgenres, Konzeptreihen und Crossoverwagnisse auf Basis der unverhandelbaren geraden Bassdrum „around the world“ und wieder zurück geschickt.
    Eine der wohl schönsten und nachhaltigsten Konzeptreihen dürfte wohl die bassdrumfreie POP AMBIENT-Serie sein, die ich als KOMPAKT-„Altvorderer“ nach wie vor die jährliche Freude habe, zu kompilieren. Dabei hat sich über die Jahre aus dem anfänglichen Bedürfnis der seit den frühen 90er Jahren in den sogenannten „Chilloutrooms “ grossräumiger Technoclubs, „Lounges“ und
    „Muzakkneipen“ entstandenen „Entspannungsmusik“ etwas entgegenzusetzen, eine eher von Pop-Eleganz, Diskurs und Hedonismus beseelte, eigene Spielart ambienter Musik, eine vielschichtige programmatische Musik mit hohem Widererkennungswert entwickelt.

    So hatte ich auch im Jubiläumsjahr einmal mehr die Qual der Wahl, aus den aus aller Welt kommenden, grossartigen Klangpreziosen guter alter sowie neuer Freunde die subjektiv besten zu einem homogenen Hörerlebnis zusammenzuführen. Dabei ist mir immer sehr wichtig, einerseits den Erwartungen der treuen Hörerschaft im Bezug auf Traditionsverpflichtung gerecht zu werden und
    andererseits auch immer möglichst viele Mikrofacetten, Varianten und Einflüsse angrenzender Stile und Universen aufzugreifen. Innovativ und verbindlich.
    Konspirativ und weltoffen. Auch wenn der Überbegriff Ambient, für eine Kompilation die sowohl Aspekte von Neuer Klassik, Atonalität und Kunstmusik mit den allerschönsten Seelenkitschklangwelten zu vereinen sucht, zu eng gefasst ist, so hilft er doch bei der notwendigen Orientierung im besten Sinne. Ebenso wie die Tradition gewordenen, wunderschön abstrakt-floralen Kunstblumenwelten der von
    Veronika Unland gestalteten Cover, die ein ums andere Jahr auch die Augen in Verzückung versetzten. Auch wenn jede Kompilation sich aufs Neue an den relevanten Fragen zeitgemässer Diskursmusik abarbeitet, so ist der erhabene Moment am Ende doch der, in dem sich alles zu Gunsten eines „höheren, kosmischen“ Hörerlebnisses, im wahrsten Sinne des Wortes in ambiente Luft auflöst. Erhältlich ab 30.11.2018 Getaggt mit:
  • The Field – Infinite Moment

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1620948 Zwei Jahre nach seinem letzten Album "The Follower" präsentiert Axel Willner sein sechstes Kompakt-Album als The Field, "Infinite Moment", um das tiefe, reiche Spektrum seines Sounds weiter zu beschreiten. In Willners eigenen Worten, "musste die Schwelle, etwas Neues zu schaffen, durchbrochen werden", wie schon bei seinen vergangenen Alben, darunter sein gefeiertes Debüt "From Here We Go Sublime". Gerade bei "Infinite Moment" öffnete "das Verlassen des Studios neue Perspektiven bei der Schaffung neuer Musik", und es war der Opener, "Made Of Steel. Made Of Stone", der als erster fertig gestellt wurde und der ihn in den Fluss der Dinge brachte und den "Abschluss vom Rest des Albums leichter machte".

    Dieses Album ist eine direkte Soul-to-Soul-Übertragung, die das Selbst mit seiner Umgebung auf eine nie zuvor erforschte Weise synchronisiert und nur darauf abzielt, die richtige Balance zwischen enthaltener Emotion und expressiver Beredsamkeit zu finden. No fluff, no bluff. Mit "Infinite Moment" geht The Field direkt ins Herz, entblößt alle eitlen und nutzlosen Attribute, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren - er ist hoffnungsvoll und wir sind es auch.


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    Willner lässt das Uptempo seiner früheren Stücke hinter sich. „Infinite Moment“ ist ein Album voller Hoffnung, das in ein diffuses, ruhiges Licht getaucht ist, das den Schmerz und die Sorgen der menschlichen Seele durch ein üppig bewaldetes Recital aus shoegazing Modularsounds, komplexen Texturen und solaren, atmosphärischen Fraktalen lindert. „Made Of Steel. Made Of Stone“, der den Stein auf seiner downtempo Art ins Rollen bringt, ist „viel langsamer als die vorherigen Stücke von The Field“, wie Willner erklärt, „aber er gibt mir sehr viel Hoffnung“. „Hoffnung ist etwas, was mir im derzeitigen Klima fehlt, und dieses Album schafft da Abhilfe für mich, eine Art Trost, wie ein Moment, der sich gut anfühlt und den man nicht beenden will.“

    „Divide Now“ ist eine richtige Schallmitose, die die kommende Metamorphose in Angriff nimmt, wie eine Larve, die sich verpuppt und Wochen später unter der rauen Rinde in Form eines lebhaft gefärbten Schmetterlings wieder auftaucht – flatternde Breaks, die schließlich ihre Haut abwerfen und einem entscheidend intimeren und hypnotischeren zweiten Kapitel Platz machen. „Hear Your Voice“ treibt den üppigen, durch Pads gepolsterten Glamour seiner melodischen Lines durch den Mixer für eine kühnere synkopierte Version von Pop-Harmonien, die den 80er Jahre verpflichtet sind, während „Something Left, Something Right, Something Wrong“ zu einem flackernden post-euphorischen Dunst zurückkehrt. Die Beine sind taub, der Verstand verwirrt und die Augen verloren im großen Ganzen, wo entstehende Sterne im Rhythmus des Samba über die Milchstraße tanzen und die universelle Liebe keine Utopie ist.

    Eine eher arrhythmische Angelegenheit ist „Who Goes There“, das sich wild im Orbit dreht und den Acid mit einer unkonverntionellen Motorik verschmelzen lässt und das das Exklusivitätssiegel von The Field trägt. Hier wird intensiv mit den Synapsen des Zuhörers gespielt, bevor das zehn Minuten lange Epos „Infinite Moment“ in ein höchst eindringliches Abschlussballett aus brummenden Akkorden, trampelnden Drums und alles verzehrenden Drones führt. Dieses Album ist eine direkte Soul-to-Soul-Übertragung, die das Selbst mit seiner Umgebung auf eine nie zuvor erforschte Weise synchronisiert und nur darauf abzielt, die richtige Balance zwischen enthaltener Emotion und expressiver Beredsamkeit zu finden. No fluff, no bluff. Mit „Infinite Moment“ geht The Field direkt ins Herz, entblößt alle eitlen und nutzlosen Attribute, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren – Er ist hoffnungsvoll und wir sind es auch.
    Erhältlich ab 21.09.2018 Getaggt mit:
  • The Orielles – Silver Dollar Moment (LP+MP3)

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1617239 “Silver Dollar Moment“ wird das Debütalbum von The Orielles heißen und am 16.02.2017 via Heavenly Recordings erscheinen. Bisher veröffentlichten die Geschwister Sidonie B und Esmé Dee Hand Halford sowie deren bester Freund Henry Carlyle Wade ausschließlich einzelne Tracks wie “Sugar Tastes Like Salt“, “I Only Bought It For The Bottle“ oder „Let Your Dogtooth Grow“ und doch haben sie prompt mit ihrem verträumten Indie-Pop/Garage-Sound nicht nur die Kollegen von Heavenly Recordings überzeugt, sondern werden in naher Zukunft wohl weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt Halifax bekannt sein. Aufgenommen wurden die 12 Tracks von “Silver Dollar Moment“ im Eve Studio in Stockport, UK zusammen mit Marta Salongi (Björk).
    Erhältlich ab 23.02.2018

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  • The Orielles – Silver Dollar Moment

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1617170 “Silver Dollar Moment“ wird das Debütalbum von The Orielles heißen und am 16.02.2017 via Heavenly Recordings erscheinen. Bisher veröffentlichten die Geschwister Sidonie B und Esmé Dee Hand Halford sowie deren bester Freund Henry Carlyle Wade ausschließlich einzelne Tracks wie “Sugar Tastes Like Salt“, “I Only Bought It For The Bottle“ oder „Let Your Dogtooth Grow“ und doch haben sie prompt mit ihrem verträumten Indie-Pop/Garage-Sound nicht nur die Kollegen von Heavenly Recordings überzeugt, sondern werden in naher Zukunft wohl weit über die Grenzen ihrer Heimatstadt Halifax bekannt sein. Aufgenommen wurden die 12 Tracks von “Silver Dollar Moment“ im Eve Studio in Stockport, UK zusammen mit Marta Salongi (Björk). Erhältlich ab 02.03.2018

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  • ODESZA – A Moment Apart (Transparent / 180g / 2LP+MP3)

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1610557 Das Erfolgsduo ODESZA ist mit einem neuen Album zurück auf Counter Records/Ninja Tune!

    Das Grammy-nominierte Produzentenduo ODESZA (Harrison Mills und Clayton Knight) gelten zurecht als eine der populärsten Gruppen im Bereich der elektronischen Musik und haben den Ruf, ihre Fans auf ihren regelmäßig ausverkauften Live-Konzerten besonders glücklich zu machen. Anfang September 2017 veröffentlichen sie ihr neues, 16 Stücke langes Album „A Moment Apart“ welches über das Ninja Tune-Sublabel Counter Records erscheint. Anschließend präsentieren sie ihrem Publikum das neue Material auf einer ausgedehnten Welttournee.

    „A Moment Apart“ präsentiert sich gereift, ein Sound, der insbesondere auf Atmosphäre setzt, auf funkelnde Synth-Lines – und auf Gefühle wie Nostalgie, Zuversicht und Hoffnung. Die namhaften Gäste auf dem Album sind u.a. Leon Bridges, Regina Sektor und Ry X.

    KEYFACTS:

    – CD: Digipac inklusive Poster-Booklet
    – LP: Durchsichtiges Doppel-Vinyl im Gatefold inklusive Downloadcode
    Erhältlich ab 08.09.2017

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  • ODESZA – A Moment Apart (Counter Records)

    Sektion: Highlights

    ODESZADas Erfolgs-Duo ODESZA ist mit einem neuen Album zurück auf Counter Records/Ninja Tune! Das Grammy-nominierte Produzenten-Duo ODESZA (Harrison Mills und Clayton Knight) gilt zurecht als eine der populärsten Gruppen im Bereich der elektronischen Musik. ODESZA haben den Ruf, ihre Fans auf ihren regelmäßig ausverkauften Live-Konzerten besonders glücklich zu machen. Anfang September 2017 veröffentlichen sie ihr neues Kompletter Artikel →

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  • Momus – Public Intellectual (3CD Deluxe/Anthol. 1986-2016) (Cherry Red)

    Sektion: Highlights

    MomusNick Currie, besser bekannt unter dem Pseudonym Momus, gilt bis heute als einer der originellsten Independent-Songwriter, den England jemals hervorbracht hat. Auf Cherry Red Records erscheint jetzt eine 56 Tracks umfassende Best-Of-Anthology mit dem Titel Kompletter Artikel →

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  • Julia Jacklin – Crushing

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1622149 Julia Jacklin präsentiert neue Girlpower aus Australien! “Crushing” ist das zweite Album der Singer/Songwriterin und kommt mal verträumt-verspielt daher und zeigt doch die kantigen Momente des Indie-Poprocks auf. Sehr intim wirkt das Album. Jacklin zeigt sich verletzlich, aber beweist so gleichzeitig das Selbstbewusstsein einer modernen, unabhängigen Frau.



    Formate: CD / LP + DL (grünes Vinyl) Erhältlich ab 22.02.2019 Getaggt mit:
  • Bayonne – Drastic Measures

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1622153 Bayonnes neues Album „Drastic Measures“ entfaltet sich mit viel Liebe zu Detail in unzähligen Schichten und kaleidoskopischen Tönen!

    Jeder Song auf Bayonnes neue Album „Drastic Measures“ ist eine geniale Orchestrierung in Sachen Sound und Struktur. Mit dem gewissen Händchen für Details ist es dem in Austin Texas lebende Künstler (mit richtigem Namen Roger Sellers) gelungen seine Samples und akkustisch Komplexen Songstrukturen zu perfektionieren. Drastic Measures ist eine grandiose Verbindung von klassischen Pop inspirierten Kompositionen, die auf vertrackte, überlagerte und geloopte Sounds treffen. Das Album ist in seinen größten Momenten purer, klarer Pop versetzt mit Sounds, die auch mal an frühe Animal Collective erinnern. Gemischt wurde das Album von Beatriz Artola (Fleet Foxes, A$AP Rocky, Adele) gemastert von Josh Bonati (Mac DeMarco, !!!, Zola Jesus). Produziert und aufgenommen hat Sellers hauptsächlich selbst, unterstützt von einigen Musikerfreunden, die dem Album mit ihren eingespielten Instrumenten noch mehr Energie verpassten. Mit seinem Sound, gerne verglichen mit Panda Bear, Tory Y Moi oder auch Caribou, schaffte er es, auf sich aufmerksam zu machen, was schließlich dazu führte, dass plötzlich Shows mit Two Door Cinema Club, Caribou, Neon Indian, Chairlift, Thundercat und Battles gespielt wurden.

    - CD Digisleeve
    - Limitierte Erstauflage im orangen Vinyl (1st pressing only) Erhältlich ab 22.02.2019 Getaggt mit:
  • Bayonne – Drastic Measures (LTD Orange LP)

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1622154 Bayonnes neues Album „Drastic Measures“ entfaltet sich mit viel Liebe zu Detail in unzähligen Schichten und kaleidoskopischen Tönen!

    Jeder Song auf Bayonnes neue Album „Drastic Measures“ ist eine geniale Orchestrierung in Sachen Sound und Struktur. Mit dem gewissen Händchen für Details ist es dem in Austin Texas lebende Künstler (mit richtigem Namen Roger Sellers) gelungen seine Samples und akkustisch Komplexen Songstrukturen zu perfektionieren. Drastic Measures ist eine grandiose Verbindung von klassischen Pop inspirierten Kompositionen, die auf vertrackte, überlagerte und geloopte Sounds treffen. Das Album ist in seinen größten Momenten purer, klarer Pop versetzt mit Sounds, die auch mal an frühe Animal Collective erinnern. Gemischt wurde das Album von Beatriz Artola (Fleet Foxes, A$AP Rocky, Adele) gemastert von Josh Bonati (Mac DeMarco, !!!, Zola Jesus). Produziert und aufgenommen hat Sellers hauptsächlich selbst, unterstützt von einigen Musikerfreunden, die dem Album mit ihren eingespielten Instrumenten noch mehr Energie verpassten. Mit seinem Sound, gerne verglichen mit Panda Bear, Tory Y Moi oder auch Caribou, schaffte er es, auf sich aufmerksam zu machen, was schließlich dazu führte, dass plötzlich Shows mit Two Door Cinema Club, Caribou, Neon Indian, Chairlift, Thundercat und Battles gespielt wurden.

    - CD Digisleeve
    - Limitierte Erstauflage im orangen Vinyl (1st pressing only Erhältlich ab 22.02.2019 Getaggt mit:
  • Joe Carnwath – Big Heads Small Minds

    Sektion: Musik, Neue Releases

    Image: 1621082 Als Joe Carnwath noch sein Glück als Straßenmusiker in London versuchte, kreuzte kein Geringerer als Bono seinen Weg, der von der Performance so begeistert war, dass er Carnwath sage und schreibe 300 £ spendierte. Schicksalhafter war jedoch die Begegnung mit dem Besitzer des schwedischen Clubs Cafe Katalin, der Carnwath so gut fand, dass er ihn für Konzerte nach Uppsala einlud. Dort sollte der Musiker die Liebe seines Lebens kennenlernen, die über dem Club wohnte und ihn schnell überzeugte nach Schweden umzusiedeln. Mittlerweile kennt er die schwedische Musikszene besser als die britische. Nach Begegnungen mit Lykke Li und dem Poptrio Peter, Bjorn and John konnte er den Produzenten Johan Carlberg für seine eigenen Ideen begeistern und sicherte sich außerdem das Backing durch den international renommierten Schlagzeuger Brady Blade (Emmylou Harris, Steve Earle, Indigo Girls), der ihn im Studio für seine Demos begleitete. Aber natürlich ist der Einfluss britischer Popmusik auf die Songs von Joe Carnwath kaum zu überhören.


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    „What Are You Laughing At“ verbreitet die flirrende Nervosität und den treibenden Beat, wie es in den 1980ern auch Echo & The Bunnymen beherrschten. „Tokyo“, „Queen Of The Winter“ und „For Your Pleasure“ haben die melancholische Romantik und die wohltemperierten Harmonien, die auch Songs von Lloyd Cole auszeichneten. „Big Heads Small Minds“ lässt hingegen mitunter an die legendären Smiths denken. Allen kleinen Retro Reverenzen und Querverweisen zum Trotz klingen die Songs von Joe Carnwath ganz gegenwärtig und ungemein frisch, man könnte also auch Vergleiche mit Arcade Fire, Panic at the Disco und Scissor Sisters heranziehen.

    Es gibt Anekdoten im Leben, die vergisst man einfach nicht. Für den gebürtigen Amerikaner Joe Carnwath gehört definitiv eine unverhoffte Begegnung mit Bono zu diesen einprägsamen Momenten. Welcher Straßenmusiker kann schon behaupten – und als solcher verdingte sich Joe Carnwath damals in London – von Bono spontan 300 £ zugesteckt bekommen zu haben, nur weil der irische Rockstar von der Performance des Amerikaners ganz begeistert war. Bis Joe Carnwath nun endlich sein Debütalbum unter Dach und Fach gebracht hat, das seine wunderbar sonore Stimme einem internationalen Publikum zugänglich machen wird, hat es allerdings dann doch seine Zeit gebraucht.

    „Big Heads Small Minds“ ist ein Album mit ausgesprochen melodiösen Songs, die in gewisser Weise Szenen einer Ära widerspiegeln, ohne in die Retro-Falle zu tappen. Die zehn Songs pendeln zwischen aufrichtigen Bekenntnissen und prachtvoller Pop-Sensibilität, sie offerieren eine Romantik, die ihre Wurzeln in jener Ära der britischen Popmusik hat, in der Morrissey, respektive die Smiths („Big Heads Small Minds“), Lloyd Cole („For Your Pleasure“) und Echo & The Bunnymen („What Are You Laughing At?“) ihre Blütezeit erlebten. Kurioserweise hat Carnwath all diese Künstler seinerzeit nur peripher wahrgenommen und ist nicht unbedingt ein Fan von Morrissey, auch wenn er einige Songs von ihm großartig findet, dagegen aber definitiv von Lloyd Cole, von dem er jedes Album besitzt. Es sind die melodischen Wendungen dieser stets griffigen Kompositionen von Carnwath, die den besonderen Flair dieses Albums ausmachen. Einerseits klingen die Songs ganz vertraut und greifen den Spirit des Achtziger-Jahre-Brit-Pop auf, andererseits sind sie so authentisch und eigenwillig, dass man sich bei diesem Künstler und seiner Musik einfach gut aufgehoben fühlt.

    Aufgewachsen ist Joe Carnwath in Großbritannien, genauer gesagt in den beiden Universitätsstädten Cambridge und Oxford. Die Nähe zu den akademischen Zirkeln führte zwar dazu, dass er auf dieselbe Grundschule ging wie die Kinder von dem Universalgenie Stephen Hawking, sein Vater auf derselben Etage arbeitete wie der berühmte Evolutionsbiologe Richard Dawkins und seine Mutter mit Stephen Hawkings Frau Tennis spielte, aber das studentische Leben eines jungen Bohemien übte in Teenagerjahren einen größeren Reiz aus als das bedingungslose Streben nach einer akademischen Karriere. Als er mit 16 Jahren die Stray Cats im legendären Town & Country Club in London live erlebte, stand für ihn fest: Ich will auch Musiker werden. Seine ersten Schritte in diese Richtung machte er dann tatsächlich als Straßenmusiker in London, wo es nicht nur zu der eingangs erwähnten Begegnung mit Bono kam, sondern auch mit einem Clubbesitzer aus Schweden, der ihn einlud, in seinem Club in Uppsala aufzutreten. Eine Einladung, die Carnwaths Schicksal nachhaltig verändern sollte.

    Denn dadurch lernte er in dem Club Katalin seine heutige Frau kennen und lieben, für die er nach Schweden auswanderte und mit der er eine Familie gründete. Heute leben sie mit ihren Kindern in Stockholm. Hier hat Carnwath auch in der schwedischen Musikszene einige Erfahrungen gesammelt, er arbeitete unter anderem mit dem Trio Peter Bjorn and John und der Sängerin Likke Li zusammen. Trotz aller Projekte und Bands, in die er sich als Musiker einbrachte, verlor er seine Solokarriere nie aus den Augen. Sein erstes Soloalbum ist denn auch das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung. Das befreiende Element in dem Schaffensprozess bestand, wie er selbst sagt, darin, dass er sich nicht unter Druck setzte, es mit diesem Album unbedingt schaffen zu müssen.

    Alle Songs stammen aus der Feder von Joe Carnwath selbst, der sie auch über weite Strecken im Alleingang aufgenommen hat. Seine Stimme, ein warmer Bariton, der nicht nur raumgreifend wirkt, sondern auch mit feinen melancholischen Untertönen unwiderstehlich Charme verbreitet, ist neben den exzellenten Gitarrenklängen eine der großen Stärken des Albums. Es ist, als flüstere einem eine gewaltige Stimme ins Ohr. Frei nach dem Motto „Kreativität spart Kosten“ hat sich Carnwath viel Zeit mit den Aufnahmen gelassen, wobei es sich als kluge Entscheidung erwies, den renommierten Produzenten Johan Carlberg hinzuzuziehen und sich zusätzlich von dem profilierten Schlagzeuger Brady Blade (Emmylou Harris, Steve Earle, Indigo Girls) unterstützen zu lassen. Auch wenn die Songs mehr zum Tagträumen verleiten mögen und wohl kaum jemanden auf die Tanzfläche locken werden, sind sie stets spannungsgeladen und gehen unter die Haut. „Ich hoffe, dieses Album bietet eine gute Mischung aus amerikanischem Optimismus, britischem Realitätssinn und jener entspannten Liebe zum Detail, wie sie für Schweden typisch ist“, sagt Carnwath. Mal verbreiten die Songs unaufdringlich lockere Euphorie, wie etwa „Waiting For The Flash“ oder „Boys Will Be Boys“, das an den Pop-Appeal von Edwyn Collins zu seinen besten Zeiten erinnert. Verträumte Momente wie „Queen Of The Winter“ und das zärtlich walzerhafte „The Fountain Of Youth“ wechseln sich hingegen ab mit lyrischen Momenten wie „Just Because You’re Sad“, in der Melancholie von Optimismus überstrahlt zu werden scheint, und sommerlichen Hymnen wie „Your Mamma“ und „Tokyo (Where is the romance?)“.

    Mittlerweile gibt es zwei Low-Budget-Videoclips zu Songs des Albums: In „For Your Pleasure“ hat sich Carnwath über mehrere Monate hinweg zu verschiedenen Jahreszeiten beim Joggen filmen lassen. Eine ebenso einfache wie überzeugende Idee, bei der der Wechsel der Jahreszeiten ein Drehbuch ersetzt. Noch rastloser wirkt der Clip zu „What Are You Laughing At?“, bei dem ein mit einem View-Master bewaffneter Carnwath im Auto unterwegs ist und etwas zu verfolgen scheint, ohne dass der Betrachter festzustellen vermag, was es sein könnte.

    Joe Carnwath ist nicht nur ein kreativer Songwriter, der sich visuell bestens in Szene zu setzen weiß, sondern auch ein exzellenter Livemusiker. Derzeit stellt er eine Band aus schwedischen Musikern zusammen, mit denen er auf Tournee gehen will, um „Big Heads Small Minds“ einem größeren Publikum vorzustellen. Man sollte die Augen aufhalten. Schließlich gibt es hier wirklich etwas zu entdecken: Großartige Songs ohne Großspurigkeit. Himmelsstürmende Melodien mit Bodenhaftung. Erhältlich ab 15.02.2019 Getaggt mit:

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